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Arbeitsniederlegung bei Sibanye-Stillwater gefährdet Platinförderung in Montana

Ein Streik von rund 750 Beschäftigten in der Stillwater East Mine in Montana bedroht die US-Platinproduktion von Sibanye-Stillwater. Die Mine trägt mit über 55 Prozent den Löwenanteil zur Konzernförderung bei, was den Arbeitskampf für Rohstoffanleger hoch

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Arbeitsniederlegung bei Sibanye-Stillwater gefährdet Platinförderung in Montana

Der südafrikanische Minenkonzern Sibanye-Stillwater (NYSE: SBSW) muss seit Donnerstagfrüh einen Arbeitskampf in seiner Grube Stillwater East sowie im zugehörigen Hüttenkomplex Columbus im US-Bundesstaat Montana bewältigen. Die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaft United Steelworkers sind nach über vier Monaten ohne Ergebnis geblieben.

Die Arbeitnehmervertretung habe angekündigt, dass die unter das Abkommen fallenden Angestellten ihren Ausstand ab 7 Uhr Ortszeit am 3. September aufnehmen würden, teilte Sibanye-Stillwater am Mittwoch mit. Von dem Streik könnten rund 750 Beschäftigte des Bergwerks sowie der Aufbereitungs- und Recyclinganlagen in Columbus betroffen sein.

Ursachen des Tarifkonflikts

Nach Angaben von Sibanye-Stillwater habe man seit mehr als vier Monaten mit der Gewerkschaft über einen neuen Kollektivvertrag verhandelt. Der Konzern betonte, man sei weiterhin an einer Lösung interessiert, die sowohl die Belange der Belegschaft berücksichtige als auch die betrieblichen Anpassungen ermögliche, die für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der US-Sparte im Bereich der Platingruppenmetalle notwendig seien.

Ein Schreiben an die Gewerkschaftsmitglieder begründete die Streikentscheidung hingegen mit „der Weigerung des Arbeitgebers, in Treu und Glauben über einen fairen Vertrag zu verhandeln, sowie dessen unrechtmäßiger, voreiliger Feststellung der Verhandlungsunfähigkeit“, wie lokale Medien berichten.

Relevanz der Stillwater-Mine für Rohstoffanleger

Die Mine Stillwater East bildet das Rückgrat der nordamerikanischen Aktivitäten von Sibanye-Stillwater. In den ersten sechs Monaten bis zum 30. Juni 2026 erbrachten die Minen des Konzerns insgesamt 137.930 Unzen, wobei auf Stillwater East mit 76.334 Unzen rund 55 Prozent der Gesamtmenge entfielen. Umgerechnet ergibt sich daraus eine tägliche Fördermenge von etwa 446 Unzen.

Falls der Arbeitskampf über mehrere Wochen andauert, könnte dies die Produktionsbilanz des Unternehmens merklich belasten. Der Konzern erklärte, der letztendliche Förderausfall richte sich nach der Streikdauer, den getroffenen Betriebsvereinbarungen, der Verfügbarkeit von Personal sowie dem Zeitaufwand für die Wiederinbetriebnahme der stillgelegten Anlagen.

Bewertung aus Anlegersicht

Für Investoren an der Wall Street, wo Sibanye-Stillwater unter dem Kürzel SBSW gehandelt wird, bleibt die Lage angespannt. Derartige Arbeitskonflikte können nicht nur die kurzfristige Förderleistung schmälern, sondern auch das Vertrauen in die Verlässlichkeit des US-Geschäfts des südafrikanischen Minenriesen untergraben.

Sibanye-Stillwater gehört zu den global bedeutendsten Förderern von Platingruppenmetallen (PGM), die unter anderem in Abgaskatalysatoren der Autoindustrie sowie in der Schmuckherstellung Verwendung finden. Das Nordamerika-Geschäft stellt neben den südafrikanischen Minen einen wesentlichen Standpfeiler des Konzerns dar.

Wann und ob die Tarifgespräche fortgesetzt werden, ist gegenwärtig unklar. Beide Konfliktparteien haben bislang keine weiteren Verhandlungstermine angekündigt.

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