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DOE wirbt Industrie für Seltene Erden an Nuklear-Altstandorten

Das US-Energieministerium ruft die Industrie zur Übernahme kritischer Mineralien und Seltener Erden von fünf Nuklear-Altstandorten auf – ein Signal für die wachsende strategische Bedeutung dieser Rohstoffe, das auch für Anleger in den Sektor relevant ist.

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DOE wirbt Industrie für Seltene Erden an Nuklear-Altstandorten

Das Amt für Umweltmanagement (EM) des US-Energieministeriums (DOE) hat eine Aufforderung zur Interessenbekundung (Expression of Interest, EOI) veröffentlicht, mit der Unternehmen aus den USA aufgerufen werden, überschüssige kritische Rohstoffe, Seltene Erden sowie weitere Substanzen zu übernehmen. Diese Materialien lagern an fünf EM-Sanierungsarealen im gesamten Bundesgebiet.

Die in der Ausschreibung aufgeführten Stoffe stammen aus früheren Aktivitäten zur Herstellung von Nuklearwaffen sowie aus staatlich finanzierter Energieforschung. Da sie für künftige Vorhaben entbehrlich sind, könnten sie für die Privatwirtschaft von Nutzen sein – speziell für Hochtechnologie und Produktion, erneuerbare Energien sowie die Landesverteidigung.

Zu den kritischen Rohstoffen und Seltenen Erden, die im Rahmen dieser Interessenbekundung verfügbar sind, zählen Aluminium, Cäsium-137, Chlorid, Kupfer, Fluor, Blei, Lithiumhydrid, Platin, Selen, Silber, Wolfram und Vanadium.

Hintergründe und Zielsetzung des Vorhabens

„EM macht aus dem Erbe des amerikanischen Nuklearprogramms eine Chance", erklärte Rob Seifert, Direktor für Infrastruktur, Beseitigung und Regulierungspolitik bei EM, in einer Medienmitteilung. „Die überschüssigen Materialien an unseren Standorten können dazu beitragen, dass amerikanische Ressourcen der heimischen Industrie nutzen – indem sie Arbeitsplätze schaffen, unsere Produktionsbasis festigen und die energie- sowie sicherheitspolitischen Ziele der Regierung voranbringen."

Seifert ergänzte: „Diese Interessenbekundung ist der erste Schritt in diesem Austausch mit der Privatwirtschaft."

Fünf geografisch breit gestreute EM-Sanierungsareale wirken bei dem Vorhaben mit: Paducah in Kentucky, Portsmouth in Ohio, Oak Ridge in Tennessee, die Nevada National Security Site sowie Moab in Utah. Die Ausschreibung enthält für jeden Standort spezifische Angaben zu den verwertbaren Substanzen, darunter Art, Volumen und Lagerort.

Industry Day und weiteres Vorgehen

Das EM-Büro führt am 30. September einen digitalen Industry Day durch, um das Verfahren der Interessenbekundung zu erläutern, offene Punkte zu klären und mehr über die Marktbedürfnisse sowie die industriellen Möglichkeiten zur Aufbereitung, Rückgewinnung oder anderweitigen Nutzung der Materialien zu erfahren.

Die Initiative unterstützt die Bestrebungen zur Stärkung heimischer Lieferketten, zur Förderung der energetischen Unabhängigkeit der USA und zur Wahrung des technologischen Vorsprungs des Landes bei kritischen Rohstoffen und moderner Fertigung.

Interessierte Unternehmen müssen für jeden Transport oder jede Gewinnung von Materialien eigene Technik und Fachkenntnisse bereitstellen. Das DOE bewertet die Eingaben auf Basis nachgewiesener technischer Kompetenz und der Qualität der eingereichten Nutzungskonzepte.

Jahrzehntelange Sanierungsaufgabe

Das EM-Büro verantwortet seit über 37 Jahren die nationale Beseitigungsmission im nukleartechnischen Bereich und kümmert sich um die Umweltaltlasten aus der Zeit des Kalten Krieges, die bei der Atomwaffenproduktion an Standorten im ganzen Land entstanden sind. Diese Ausschreibung stellt das nächste Kapitel dieser Mission dar, so das DOE.

Für Anleger in Rohstoffwerte ist dieser Vorstoß des DOE bedeutsam, weil er die zunehmende strategische Relevanz kritischer Mineralien und Seltenerdmetalle unterstreicht. Die USA forcieren die Absicherung eigener Versorgungswege – eine Entwicklung, die auch die internationalen Rohstoffmärkte und damit verbundene Investmentperspektiven prägen dürfte.

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