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Fidelity prognostiziert dauerhafte Inflation und nennt Rohstoffwerte als Favoriten

Fidelity International rechnet mit einer strukturellen Inflation, die durch Staatsdefizite, KI-Investitionen und Energieengpässe angetrieben wird. Der Vermögensverwalter empfiehlt Anlegern unter anderem Gold, Metalle und Bergbauunternehmen als Schutz vor

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Fidelity prognostiziert dauerhafte Inflation und nennt Rohstoffwerte als Favoriten

Die Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten durchlaufen einen tiefgreifenden Wandel – und Anleger müssen ihre Strategien anpassen. Zu diesem Schluss gelangt Fidelity International. Der Asset-Manager erwartet eine strukturell bedingte Inflation, die von mehreren Einflussfaktoren parallel befeuert wird und die Märkte dauerhaft verändert.

Nach Einschätzung von Fidelity wird diese Entwicklung durch Haushaltsdefizite, hohe Investitionen in künstliche Intelligenz (KI), geringe Arbeitslosenquoten, zunehmende Handelsbarrieren sowie Unterbrechungen bei der Energieversorgung angetrieben. „Die Inflation scheint hier zunehmend ein dauerhaftes Phänomen zu sein und kein nur kurzfristiges“, so der Anbieter von Investmentlösungen.

Notenbanken haben zu früh Entwarnung gegeben

Aus Sicht von Fidelity haben die Währungshüter „möglicherweise einen vorzeitigen Sieg im Kampf gegen die Inflation ausgerufen“. Die Industrienationen verzeichnen nach Berechnungen des Vermögensverwalters „seit dem sechsten Jahr in Folge über dem Ziel liegende Inflationsraten“. Dabei handele es sich nicht um eine temporäre Erscheinung, sondern um eine strukturelle Veränderung.

Fidelity rät Anlegern daher zu einer gezielten Aktienauswahl. „Innerhalb des Aktienmarktes sollten Unternehmen gesucht werden, die direkt von inflationären Trends und strukturellen Engpässen profitieren“, erklärte das Institut. Als besonders aussichtsreich gelten demnach Titel aus dem Bankensektor.

Japanische Geldhäuser als besonderer Hoffnungsträger

„Die Verbesserung der Rentabilität japanischer Banken war besonders auffällig“, betonte Fidelity. In einem Umfeld steigender Zinsen und fortbestehender Inflation können Kreditinstitute ihre Margen ausweiten, was sie zu interessanten Investmentkandidaten macht.

Aber auch entlang der KI-Wertschöpfungskette orten die Fachleute Potenzial. Fidelity rät, Unternehmen ins Auge zu fassen, die mittelfristig von Versorgungsengpässen und preistreibender Inflation infolge der wachsenden KI-Nachfrage profitieren könnten. Hierzu zählen laut Fidelity südkoreanische, taiwanesische und chinesische Technologiekonzerne sowie Stromversorger aus den USA, Europa und Japan.

Gold und Rohstoffe als Inflationsabsicherung

Im Rohstoffsegment bevorzugt Fidelity Gold als „Wertaufbewahrungsmittel“. Hinzu kommen ausgewählte Metalle und Minenunternehmen, die für strukturelle Trends wie die Elektrifizierung unverzichtbar sind. Diese könnten ebenfalls von den anhaltenden inflationären Tendenzen profitieren.

„Letztlich ist Diversifikation in Zeiten anhaltender Inflation unerlässlich“, unterstrich Fidelity abschließend. Anleger sollten ihr Portfolio breit streuen und auf unterschiedliche Branchen setzen, die von den aktuellen Entwicklungen profitieren können.

Die Einschätzung von Fidelity kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem zahlreiche Marktakteure weiterhin mit einer baldigen Rückkehr zu niedrigen Inflationsraten kalkulieren. Sollte sich die Prognose des Vermögensverwalters als zutreffend erweisen, wären Anleger gut beraten, ihre Depots entsprechend auszurichten.

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