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Goldpreis fällt nach Trumps Kurswechsel

Zinsdebatte, Dollarkurs und China-Hoffnung belasten das Edelmetall

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 Goldpreis fällt nach Trumps Kurswechsel

Der Goldpreis ist am Mittwoch um mehr als ein Prozent gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Drohung zurückgezogen hatte, den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, zu entlassen. Zudem äußerte Trump die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Handelsstreit mit China, was das Interesse der Anleger an sicheren Anlagen wie Gold verringerte. Der Preis für eine Feinunze Spot-Gold sank um 1,2 Prozent auf 3.339,53 US-Dollar. Die US-Gold-Futures gaben um 2 Prozent nach und notierten bei 3.349,80 US-Dollar.

Trump hatte seine Kritik an der Zentralbank und deren Zinspolitik zuletzt verstärkt, sich nun aber von der Idee distanziert, Powell aus dem Amt zu entfernen. Dies führte zu einer Erholung an den US-Aktienmärkten sowie zu einer Stärkung des US-Dollars. Ein stärkerer Dollar verteuert Gold für Käufer außerhalb der Vereinigten Staaten, was die Nachfrage zusätzlich belastete.

Auch die Hoffnung auf ein baldiges Handelsabkommen zwischen den USA und China wirkte sich negativ auf den Goldpreis aus. Trump stellte in Aussicht, dass die bestehenden Zölle auf chinesische Waren im Rahmen eines Deals „erheblich“ gesenkt würden. Die geplanten Gespräche mit der chinesischen Regierung haben allerdings noch nicht begonnen und dürften sich laut US-Finanzminister Scott Bessent als langwierig erweisen.

Trotz des jüngsten Rückgangs bleibt das Interesse an Gold grundsätzlich hoch. Am Dienstag hatte der Preis für eine Feinunze mit 3.500 US-Dollar ein neues Rekordhoch erreicht – es war bereits das 28. in diesem Jahr. Der Marktanalyst Kelvin Wong von OANDA sieht kurzfristig zwar eine überverkaufte Situation, hält jedoch weitere Preissteigerungen nicht für ausgeschlossen.

Der Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Neel Kashkari, erklärte, es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der US-Zölle auf Inflation und Konjunktur abschließend zu beurteilen oder entsprechende Anpassungen bei den kurzfristigen Zinsen vorzunehmen. Unterdessen rechnen Analysten von JP Morgan im kommenden Jahr mit einem Anstieg des Goldpreises auf über 4.000 US-Dollar pro Unze.

Andere Edelmetalle entwickelten sich uneinheitlich. Der Preis für Silber stieg um 0,6 Prozent auf 32,70 US-Dollar pro Unze. Platin legte leicht um 0,1 Prozent auf 959,72 US-Dollar zu, während Palladium 0,2 Prozent auf 934,26 US-Dollar verlor.

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