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Goldpreis steigt leicht bei schwächerem Dollar

Märkte beobachten Waffenruhe im Nahen Osten und mögliche US-Zinssenkungen

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Goldpreis steigt leicht bei schwächerem Dollar

Der Goldpreis ist am Mittwoch leicht gestiegen, nachdem der US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen nachgegeben hatten. Händler beobachteten dabei die Entwicklung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran. Die Feinunze Gold legte im frühen Handel um 0,1 Prozent auf 3.328,18 US-Dollar zu. Am Dienstag hatte das Edelmetall den niedrigsten Stand seit über zwei Wochen erreicht. Die US-Gold-Futures stiegen um 0,3 Prozent auf 3.342,30 US-Dollar.

Der Dollar-Index bewegte sich in der Nähe eines Wochentiefs, was Gold für Anleger aus anderen Währungsräumen attraktiver machte. Gleichzeitig verharrten die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen in der Nähe ihres niedrigsten Niveaus seit mehr als einem Monat. Laut dem Marktanalysten Kelvin Wong von OANDA profitieren die Goldpreise derzeit von der technischen Schwäche des Dollars und den gesunkenen Anleiherenditen.

Ein möglicher Auslöser für einen weiteren Anstieg des Goldpreises könnte eine anhaltende Schwäche des Dollars, eine stärkere Fokussierung auf das US-Haushaltsdefizit oder die Auswirkungen der Zollpolitik sein, so Wong weiter. Die durch US-Präsident Donald Trump vermittelte Waffenruhe zwischen dem Iran und Israel schien zunächst zu halten. Beide Länder hatten signalisiert, ihre Luftangriffe eingestellt zu haben.

Gleichzeitig schwächte sich das Verbrauchervertrauen in den USA im Juni unerwartet ab. Die Haushalte zeigten sich zunehmend besorgt über die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen, was auf eine mögliche Abschwächung des Arbeitsmarkts hindeutet. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheit im Zuge der von Trump eingeführten Zölle.

US-Notenbankchef Jerome Powell erklärte vor dem Kongress, dass höhere Zölle bereits im Sommer die Inflation anheizen könnten. Dieser Zeitraum sei entscheidend für die Überlegungen der US-Notenbank hinsichtlich möglicher Zinssenkungen. Derzeit rechnen die Terminmärkte mit Zinssenkungen in Höhe von insgesamt 60 Basispunkten im Jahr 2025, wobei der erste Schritt im September erwartet wird.

Einer Erhebung des Official Monetary and Financial Institutions Forum zufolge planen rund ein Drittel der Zentralbanken weltweit, ihr Goldengagement in den kommenden ein bis zwei Jahren zu erhöhen. Diese Zentralbanken verwalten zusammen Vermögenswerte in Höhe von fünf Billionen US-Dollar. Das wäre der höchste Anteil an geplanten Goldkäufen seit mindestens fünf Jahren.

Der Silberpreis legte unterdessen um 0,1 Prozent auf 35,95 US-Dollar je Feinunze zu. Platin gab um 0,2 Prozent auf 1.314,75 US-Dollar nach, während Palladium um 0,4 Prozent auf 1.062,24 US-Dollar fiel.

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