ANZEIGE

Iran und USA schlittern erneut in einen gefährlichen Krieg

Ein Experte der Johns Hopkins University analysiert, warum das Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und dem Iran gescheitert ist.

•• 3 Min
Iran und USA schlittern erneut in einen gefährlichen Krieg

Die USA und der Iran befinden sich erneut im Krieg. Nicht weil eine der beiden Seiten das unterzeichnete Memorandum of Understanding (MoU) falsch verstanden hätte – sondern weil das Abkommen von Anfang an auf einem Machtgleichgewicht basierte, das Washington verändern und Teheran verteidigen wollte. So lautet die zentrale These von Alex Vatanka, Professor an der Johns Hopkins University und Autor von „Iran's Grand Strategy".

Die USA hatten den Krieg im Februar mit dem Ziel begonnen, die Islamische Republik zu stürzen oder sie zumindest zu einem amerikanischen Diktat zu zwingen, das ihr Atomprogramm und ihre regionale Rolle einschränkt. Doch der Krieg verlief anders als geplant: Der Iran errang einen strategischen Sieg und sicherte sich die Kontrolle über die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Dieser Rückschlag zwang Washington, dem MoU zuzustimmen.

Teherans Misstrauen gegenüber dem Waffenstillstand

Die iranische Führung betrachtete das MoU von Beginn an mit Skepsis. Sie vermutete, dass es sich lediglich um einen vorübergehenden taktischen Rückzug der USA handelte – eine Atempause, um den Druck auf die Weltwirtschaft zu lindern und sich auf eine weitere Kriegsphase vorzubereiten. US-Vizepräsident JD Vance verstärkte diesen Verdacht, als er öffentlich andeutete, dass Präsident Donald Trump das Abkommen begrüßte, weil es Amerika Zeit verschaffen würde, seine schwindenden strategischen Ölreserven wieder aufzufüllen.

Teheran sah sich durch eine Reihe konkreter Maßnahmen in seinem Misstrauen bestätigt: Iranische Vermögenswerte wurden nicht freigegeben, ein von den USA vermitteltes Abkommen zwischen Israel und dem Libanon ignorierte iranische Forderungen nach einem Waffenstillstand, weitere US-Militärkapazitäten trafen in der Golfregion ein, und Washington ermutigte Handelsschiffe, die Anweisungen Teherans zur Koordinierung bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu ignorieren. Einige Schiffe passierten daraufhin Fahrrinnen nahe der omanischen Küste.

Jede dieser Maßnahmen für sich genommen mochte kein schwerwiegender Verstoß gegen das MoU gewesen sein. Zusammen aber stellten sie nach iranischer Lesart eine konzertierte Anstrengung dar, den Einfluss zu untergraben, den der Iran im Krieg gewonnen hatte.

Die Straße von Hormus als entscheidendes Druckmittel

Für die iranische Führung ist die Kontrolle über die Straße von Hormus das einzige Druckmittel, auf das sie nicht verzichten kann. Ein Verlust der Dominanz in der Meerenge würde den Iran in künftigen Verhandlungen ohne jegliche Verhandlungsmacht zurücklassen. Teheran ist überzeugt, dass nur eine aggressive Eskalation die USA zu ernsthaften Verhandlungen über ein umfassendes Atomabkommen zwingen kann – eines, das dem Iran die ersehnte Sicherheit und wirtschaftliche Entlastung bringen würde.

Auch innenpolitische Faktoren spielen eine Rolle: Die enorme Beteiligung an der Trauerfeier für das getötete Staatsoberhaupt Ali Chamenei überzeugte die iranische Führung, dass die Bevölkerung einen harten Kurs in Bezug auf die Meerenge unterstützen würde, die zu einem populären nationalistischen Anliegen geworden ist.

In diesem Kontext entschied der Iran, die US-Pläne zur Öffnung der Meerenge zu vereiteln, indem er zwei Tanker angriff, die nahe der omanischen Küste fuhren. Die USA reagierten mit einer ausgedehnten Bombenkampagne zur Zerstörung iranischer Drohnen- und Raketenbatterien entlang der Golfküste sowie militärischer und ziviler Infrastruktur im ganzen Land.

Irans Kalkül: Eskalation als Verhandlungsstrategie

Der Iran hatte mit einer Wiederaufnahme des Krieges gerechnet. Teheran sieht sogar einen taktischen Vorteil darin, dass der Konflikt früher als erwartet wieder aufgenommen wurde: Wenn ein Krieg ohnehin unvermeidlich ist, ist es besser, ihn zu führen, bevor die USA sich vollständig neu formieren konnten und bevor sich die Weltwirtschaft von den Energie- und Lieferkettenschocks erholen konnte.

Der Iran wird daher versuchen, den militärischen Druck der USA abzufangen und seine Angriffe auf US-Militärziele sowie Energie- und zivile Infrastruktur am Golf zu intensivieren. Gleichzeitig will Teheran die wirtschaftlichen Härten einer erneuten US-Seeblockade akzeptieren – in der Überzeugung, dass der eigene Druck auf die Weltwirtschaft durch die Schließung der Straße von Hormus und potenziell der Meerenge von Bab el-Mandeb und des Roten Meeres Trump dazu zwingen wird, zuerst einzulenken.

Der Analyst warnt jedoch, dass die iranische Führung ihre eigene Stärke möglicherweise überschätzt. Dennoch glaubt sie, dass ihre Eskalationsbereitschaft dem Land in der ersten Phase des Konflikts gute Dienste geleistet hat. Das iranische Regime befindet sich in einem existenziellen Kampf und setzt darauf, dass seine Bereitschaft, größeres Leid zu ertragen, ihm einen entscheidenden Vorteil am künftigen Verhandlungstisch verschaffen wird.

Iran Usa KriegStraße Von HormusMemorandum Of Understanding IranIran AtomprogrammGolfregion KonfliktIran EskalationTrump Iran Politik

Meistgelesene News

  1. Lieferketten in Gefahr: EPC-Canada-Chef sieht massive Sprengstoffrisiken für Minen
  2. Ukraine-Getreidekonflikt: EU-Bauern bremsen geopolitische Ambitionen aus
  3. CleanTech Lithium erwirbt vielversprechende Claims im Salar de Antofalla
  4. Spanish Mountain Gold meldet oberflächennahe Goldfunde aus Machbarkeitsbohrungen
  5. Rohöl über 104 Dollar: Geopolitische Risiken treiben die Preise, Konzerne setzen auf Nahost

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Disclaimer

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation: Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London, SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung: Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze. Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen: Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter. In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten: Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten: Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde: Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.