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Kernkraft- und Tiefsee-Start-ups: Wer schafft den Durchbruch zuerst?

Oklo, NuScale Power und TMC The Metals Company arbeiten an bahnbrechenden Technologien, doch die Wege zur Profitabilität sind unterschiedlich lang. Eine Analyse zeigt NuScale Power in der vielversprechendsten Position, während TMC die größten Hürden zu üb

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Kernkraft- und Tiefsee-Start-ups: Wer schafft den Durchbruch zuerst?

Drei Unternehmen aus den Bereichen Kernenergie und Rohstoffförderung – Oklo, NuScale Power und TMC The Metals Company – arbeiten an Technologien, die als wegweisend gelten. Doch die Zeitspanne bis zur Gewinnzone fällt bei jedem der Kandidaten anders aus. Eine Untersuchung von The Motley Fool zeigt auf, welches dieser Start-ups womöglich als Erstes profitabel arbeiten könnte.

Sämtliche drei Gesellschaften verfolgen ehrgeizige Konzepte: Oklo und NuScale Power setzen auf kompakte Kernreaktoren im Modulbau (Small Modular Reactors, SMRs), wohingegen TMC The Metals Company Mineralien aus der Tiefsee fördern möchte. Allen gemein ist der frühe Entwicklungsstand und die derzeitigen Verluste. Für Anleger ergeben sich daraus sowohl ein erhebliches Risiko als auch die Aussicht auf außergewöhnliche Gewinne.

TMC The Metals Company: Der steinigste Pfad

Die vermutlich größten Hindernisse hat The Metals Company zu überwinden. Das Unternehmen beabsichtigt, Metalle und Mineralien nicht an Land, sondern in der Tiefsee zu gewinnen. Bereits in der Vergangenheit gab es Versuche mit Tiefseebergbau, die jedoch an den immensen Kosten scheiterten. TMC ist überzeugt, dass der technologische Fortschritt dies nun ändern kann.

Allerdings fehlen noch entscheidende behördliche Zulassungen. Zwar hat die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) den Antrag von TMC öffentlich bestätigt und in das Nationale Register aufgenommen – ein wichtiger Fortschritt. Dennoch steht der Prozess noch ganz am Anfang. Bis der eigentliche Abbau beginnen kann, dürfte reichlich Zeit verstreichen. TMC ist ein Start-up, das Verluste schreibt und eine lange Strecke vor sich hat.

Oklo: Dämpfer bei der Netzstudie

Oklo geht einen anderen Weg: Das Unternehmen plant, kompakte modulare Kernreaktoren zu errichten, zu besitzen und zu betreiben. Den erzeugten Strom will man direkt an Abnehmer verkaufen – etwa an Rechenzentren für künstliche Intelligenz. SMRs gelten als sicherer und schneller realisierbar als konventionelle Großreaktoren und könnten eine vom Stromnetz unabhängige Energieversorgung ermöglichen.

Erfreulich ist, dass Oklo bereits einen Testreaktor in Betrieb genommen hat. Allerdings gab es einen Rückschlag: Der Netzbetreiber PJM Interconnection hat das Unternehmen von einer Netzanschlussstudie ausgeschlossen. Oklo wehrt sich gegen diese Entscheidung, räumt jedoch ein, dass sich das Projekt dadurch um 14 Monate oder mehr verzögern könnte. Das Geschäftsmodell steckt offenkundig noch in der Entwicklungsphase, und der Fortschritt hat gerade eine Hürde abbekommen.

NuScale Power: Noch fehlt die erste Unterschrift

Auch NuScale Power setzt auf den Bau von SMRs, jedoch mit einem abweichenden Modell: Die Firma möchte die Reaktoren herstellen und veräußern, nicht selbst betreiben. Ein genehmigter Entwurf liegt bereits vor, und man arbeitet mit zwei möglichen Kunden zusammen.

Das rumänische Energieunternehmen RoPower hat grünes Licht für ein Kernkraftprojekt gegeben, das sechs NuScale-SMRs nutzen soll. Allerdings muss RoPower die Finanzierung noch sicherstellen, bevor der Vertrag endgültig unterzeichnet ist. Zudem kooperiert NuScale mit ENTRA1 Energy und der Tennessee Valley Authority. Diese vielversprechende Möglichkeit durchläuft Meilensteine, die – bei störungsfreiem Verlauf – zu einem SMR-Verkauf führen könnten.

NuScale bereitet bereits seine erste Bestellung vor und baut Fertigungskapazitäten auf. Das Unternehmen ist startklar. Diese Mischung aus Fortschritt und der Nähe zu einem Vertragsabschluss verschafft NuScale laut Analyse einen Vorteil gegenüber Oklo und TMC.

Vorsicht bleibt angebracht

Trotz der vielversprechenderen Position von NuScale gilt für alle drei Gesellschaften: Offizielle Abschlüsse gibt es noch nicht. Selbst wenn NuScale seinen ersten SMR verkauft, muss er noch ausgeliefert werden und wie erwartet funktionieren. Keines der drei Start-ups wird in absehbarer Zeit nachhaltig profitabel sein.

Die Untersuchung von The Motley Fool gelangt zu dem Ergebnis, dass nur die risikobereitesten Wachstumsinvestoren überhaupt einen Einstieg bei diesen Papieren erwägen sollten. Die Aktien sind hochspekulativ, und viele junge Unternehmen scheitern. Anleger sollten sich dieser Gefahren bewusst sein, bevor sie Anteile an Oklo, NuScale Power oder TMC The Metals Company erwerben.

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