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Rohstoffversorgung: Wachsende Risiken

Studie empfiehlt Diversifizierung und Eigenproduktion zur Krisenabwehr

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Rohstoffversorgung: Wachsende Risiken

Die Versorgung der deutschen Industrie mit essentiellen Rohstoffen wie Metallen, Mineralien und seltenen Erden steht vor zunehmenden Herausforderungen. Eine aktuelle Studie, erstellt von IW Consult im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), warnt vor wachsenden Risiken in der Rohstoffbeschaffung. Besonders kritisch betrachtet wird die Abhängigkeit von China, die als eine der Hauptgefahren für die Versorgungssicherheit identifiziert wird.

Die Studie zeigt auf, dass viele der gefährdeten Rohstoffe für Zukunftstechnologien von entscheidender Bedeutung sind. Diese umfassen Bereiche wie Elektronik, IT-Infrastruktur und Batterietechnik, die für die Dekarbonisierung und Digitalisierung der Wirtschaft unerlässlich sind. Der Rohstoff-Risiko-Index der Untersuchung, der 45 mineralische und metallische Rohstoffe in acht verschiedenen Dimensionen bewertet, stuft das Versorgungsrisiko für 27 dieser Rohstoffe als besonders kritisch ein. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gesamtwert des Risiko-Indexes gestiegen, was die zunehmende Dringlichkeit der Situation unterstreicht.

China spielt eine zentrale Rolle in der globalen Rohstoffwirtschaft, sowohl als größter Produzent als auch als größter Verbraucher vieler Rohstoffe. Die Verarbeitung zahlreicher Rohstoffe findet zunehmend in China statt, was dem Land eine wachsende Einflussnahme auf die globale Rohstoffversorgung ermöglicht. Darüber hinaus hat China in einigen Bereichen der nachgelagerten Wertschöpfungskette bereits eine marktbeherrschende Stellung erreicht.

Um der drohenden Abhängigkeit von China entgegenzuwirken, empfiehlt die Studie mehrere Maßnahmen. Ein wichtiger Ansatz ist das Recycling von Metallen und die Etablierung von Kreisläufen. Dies könnte nicht nur die Abhängigkeit von externen Lieferanten verringern, sondern auch zur Nachhaltigkeit beitragen. Ein weiterer Vorschlag ist der Aufbau eigener Verarbeitungskapazitäten in Deutschland und Europa, um langfristig unabhängiger von chinesischen Lieferungen zu werden.

Die Diversifizierung des Bezugs von Rohstoffen wird als ein weiterer zentraler Baustein für eine zukünftig sicherere Versorgung angesehen. Durch die Erweiterung des Kreises der Handelspartner kann die Abhängigkeit von einzelnen Ländern reduziert werden. Die vbw fordert zudem, dass Deutschland und die EU sich für einen freien Welthandel und Investitionssicherheit für Unternehmen einsetzen sollten. Rohstoffpartnerschaften mit Produzentenstaaten und eine Priorisierung der Rohstoffpolitik sind weitere empfohlene Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Risiken zu minimieren.

RohstoffeDeutschland

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