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Rubio: Golfstaaten lehnen Mautsystem in der Straße von Hormus ab

US-Außenminister Rubio erklärt nach Regionalgesprächen: Keinerlei Unterstützung für Gebühren in der Straße von Hormus.

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Rubio: Golfstaaten lehnen Mautsystem in der Straße von Hormus ab

US-Außenminister Marco Rubio hat nach Treffen mit Golfstaaten klargestellt, dass es in der Region keinerlei Rückhalt für ein Maut- oder Gebührensystem in der Straße von Hormus gibt. „Eines wurde sehr deutlich: Es gibt keinerlei Unterstützung, absolut keine Unterstützung unter den Golfstaaten für irgendeine Art von Maut oder Gebühren oder irgendetwas, das für die Nutzung internationaler Gewässer Kosten verursacht", sagte Rubio vor Journalisten in Bahrain. Der Außenminister betonte zudem, dass „Gebühren und Maut dasselbe sind" und ein solches System schlicht nicht praktikabel sei.

Besonders deutlich positionierte sich laut Rubio der Oman: Das Sultanat erklärte bei dem Treffen ausdrücklich, eine Maut in der Straße von Hormus abzulehnen. Die Straße von Hormus gilt als eine der strategisch bedeutsamsten Wasserstraßen der Welt – rund 20 Prozent des globalen Ölhandels passieren diesen engen Seeweg zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Jede Form von Gebührenerhebung dort würde die Energiemärkte weltweit unmittelbar beeinflussen.

Rubio bezeichnete seine Gespräche mit den Golfstaaten insgesamt als produktiv. Er bestätigte außerdem, dass die USA keine Maßnahmen ergreifen werden, die ihre Partner in der Region schwächen könnten – ein klares Signal der Verlässlichkeit gegenüber den arabischen Verbündeten.

Iran im Fokus der Diplomatie

Ein weiterer zentraler Themenkomplex bei den Regionalgesprächen war der Iran. Rubio erläuterte, dass eine mögliche Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) mit Teheran auch die iranische Einmischung in andere Länder abdecken müsse. Er unterstrich, dass sich die USA dabei stärker auf das tatsächliche Handeln des Irans konzentrieren als auf dessen Rhetorik. Das iranische System werde weiterhin von radikalen Geistlichen geführt, so Rubio.

Der Außenminister machte deutlich, unter welchen Bedingungen ein Abkommen scheitern würde: Sollte der Iran Gelder zur Unterstützung von Stellvertretergruppen verwenden, sei jede Einigung zum Scheitern verurteilt. Rubio bestätigte zudem, dass Vizepräsident Vance die laufenden Verhandlungen mit dem Iran leitet – ein Umstand, der nach Rubios Einschätzung die Ernsthaftigkeit der Gespräche unterstreiche. Präsident Trump verfüge über mehrere Optionen, sollten die Verhandlungen nicht erfolgreich sein.

Weitere Regionalthemen: Libanon, Israel und Venezuela

Rubio sprach auch über die Lage zwischen Israel und dem Libanon. Die USA beobachten demnach die Vorfälle zwischen beiden Ländern genau und stünden kurz vor einer ersten Einigung. Details zu den Inhalten einer möglichen Vereinbarung nannte der Außenminister nicht.

Darüber hinaus äußerte sich Rubio zu Venezuela: Nach den jüngsten Erdbeben werden die USA im Rahmen einer behördenübergreifenden Reaktion Unterstützung bei Such- und Rettungsmaßnahmen leisten. Damit signalisiert Washington trotz der angespannten Beziehungen zu Caracas humanitäres Engagement in der Krisenregion.

Die Aussagen Rubios verdeutlichen die komplexe diplomatische Lage im Nahen Osten und Persischen Golf. Für Energiemärkte und internationale Investoren ist vor allem die klare Ablehnung eines Mautsystems in der Straße von Hormus relevant – sie schließt eine potenzielle Quelle geopolitischer Unsicherheit zumindest vorerst aus.

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