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Russische Drohnen treffen Tankstelle in Kiew trotz vereinbarter Energie-Abstimmung

Trotz der vereinbarten Waffenruhe für Energieanlagen hat Russland erneut eine Tankstelle in Kiew attackiert. Die Angriffe auf Treibstoffinfrastruktur werfen Fragen zur Verbindlichkeit der Absprache auf und betreffen direkt die Versorgungssicherheit in der

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Russische Drohnen treffen Tankstelle in Kiew trotz vereinbarter Energie-Abstimmung

Am frühen Dienstagmorgen hat eine russische Drohne eine Tankstelle in der ukrainischen Hauptstadt Kiew getroffen, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Nachrichtendienst Telegram mitteilte. Dabei erlitt eine Person Verletzungen. Auch Lagerhallen in einem weiteren Stadtteil wurden beschädigt. Ein Reuters-Zeuge berichtete von einer Explosion in Kiew.

Der Angriff erfolgt lediglich einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump verkündet hatte, dass sich die Ukraine und Russland darauf verständigt hätten, auf gegenseitige Attacken auf Energieinfrastruktur zu verzichten. Die unmittelbare zeitliche Nähe zwischen Trumps Aussage und dem erneuten Beschuss lässt Zweifel an der Verbindlichkeit einer solchen Übereinkunft aufkommen.

Tankstellen rücken ins Visier russischer Angriffe

In letzter Zeit hat Russland damit begonnen, gezielt Tankstellen in Kiew zu beschießen und erweitert damit das Spektrum der Zielobjekte. Ukrainischen Behörden zufolge haben russische Truppen in den vergangenen Monaten rund 300 Tankstellen attackiert, überwiegend in oder nahe der ukrainischen Frontgebiete. Die Strategie scheint darauf ausgerichtet, die ukrainische Treibstoffversorgung systematisch zu beeinträchtigen – ein Aspekt, der auch für Rohstoffanleger von Interesse sein dürfte, da Treibstofflogistik ein kritischer Faktor in kriegerischen Auseinandersetzungen bleibt.

Während Moskau seine Angriffe auf ukrainisches Gebiet fortsetzte, leitete Polen vorsorglich kurzzeitig militärische Luftoperationen ein. Die polnischen Streitkräfte gaben dies auf der Plattform X bekannt. Später wurde ergänzt, dass es keine Verletzung des polnischen Luftraums gegeben habe. Die Besorgnis über eine mögliche Ausweitung des Konflikts über die NATO-Grenzen hinweg nimmt zu.

NATO reagiert auf Drohnen im Baltikum

In Litauen schoss ein NATO-Kampfjet am frühen Dienstagmorgen eine Drohne ab, wie das litauische Nationale Krisenmanagementzentrum mitteilte. Zuvor war eine Drohnenwarnung für die Hauptstadt Vilnius und das Umland ausgesprochen worden. Der Vorfall verdeutlicht die wachsende Gefahr durch Drohnen, die in den Luftraum der Ukraine und der russischen Nachbarstaaten eindringen.

Auch auf russischer Seite entstanden Schäden. Ein ukrainischer Raketenangriff beschädigte unter anderem ein Lagerhaus des E-Commerce-Unternehmens Ozon in der südlichen Hafenstadt Taganrog, wie der Regionalgouverneur auf Telegram berichtete. Unabhängig davon traf ein Drohnenangriff eine Industrieanlage in der Oblast Samara an der Wolga. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew gab dies auf Telegram bekannt, ohne die Anlage genauer zu bezeichnen. In der Region befinden sich mehrere große Ölraffinerien – für Rohstoffinvestoren ein relevanter Standortfaktor.

Reuters konnte die Angaben zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Selenskyj zeigt sich verhandlungsbereit

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Montag, Kiew sei bereit, einen US-Vorschlag für ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu unterstützen, das ausschließlich Energieanlagen umfasse. Voraussetzung sei, dass Washington garantieren könne, dass Moskau ernsthaft daran interessiert sei, seinen Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Die jüngsten Attacken auf Kiewer Tankstellen nähren jedoch Zweifel an der Ernsthaftigkeit der russischen Seite.

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