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South32 verkauft Aluminium-Portfolio für 5,6 Milliarden Dollar an Alcoa

Der australische Bergbaukonzern South32 trennt sich von seinen Aluminium-, Aluminiumoxid- und Bauxit-Aktivitäten und fokussiert sich künftig auf Kupfer.

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South32 verkauft Aluminium-Portfolio für 5,6 Milliarden Dollar an Alcoa

Der australische Bergbaukonzern South32 hat eine bindende Vereinbarung zum Verkauf seiner Aluminium-, Aluminiumoxid- und Bauxit-Aktivitäten an den US-amerikanischen Aluminiumriesen Alcoa unterzeichnet. Der Transaktionswert beläuft sich auf bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar (rund 7,9 Milliarden kanadische Dollar). Der Deal markiert eine strategische Neuausrichtung für beide Unternehmen und verändert die globale Aluminiumbranche grundlegend.

Alcoa zahlt zunächst 3,1 Milliarden US-Dollar in bar sowie 1 Milliarde US-Dollar in Aktien – was rund 6 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals entspricht. Darüber hinaus übernimmt Alcoa Verbindlichkeiten in Höhe von 750 Millionen US-Dollar und kann bis 2030 eine zusätzliche Zahlung von 750 Millionen US-Dollar leisten, abhängig von der künftigen Entwicklung der Aluminiumpreise.

Die übertragenen Vermögenswerte im Überblick

Zum veräußerten Portfolio gehören bedeutende Anlagen auf mehreren Kontinenten. Im Einzelnen umfasst das Paket folgende Beteiligungen:

  • Die Worsley-Aluminiumoxid-Raffinerie und die Boddington-Bauxitmine in Westaustralien
  • Das Hillside-Aluminiumschmelzwerk in Südafrika
  • Die Mineração Rio do Norte Bauxitmine in Brasilien
  • Beteiligungen an der Alumar-Aluminiumoxid-Raffinerie und dem Alumar-Schmelzwerk in Brasilien

Für South32 ist der Verkauf ein zentrales Element einer umfassenderen Strategie zur Vereinfachung des Geschäftsmodells. Der neue CEO Matthew Daley, der seine Rolle im Zuge dieser Transaktion offiziell antrat, betonte, dass der Verkauf ein schlankeres und kostengünstigeres Betriebsmodell schaffen werde. Das Unternehmen erwartet eine Reduzierung der Gemeinkosten um rund 125 Millionen US-Dollar pro Jahr. Die Erlöse sollen in kapitalintensive Kupferprojekte fließen – konkret in das Hermosa-Projekt im US-Bundesstaat Arizona und die Erweiterung der Sierra-Gorda-Mine in Chile, jeweils bis 2030.

Alcoa stärkt globale Marktposition erheblich

Für Alcoa ist die Akquisition eine langfristige strategische Wette auf den Aluminiummarkt. Durch die Integration der neuen Anlagen erwartet Alcoa einen Nettogegenwartswert von 900 Millionen US-Dollar durch Synergieeffekte – insbesondere durch die geografische Nähe der Worsley-Raffinerie zu bestehenden Betrieben in Westaustralien. Der Deal steigert Alcoas globalen Marktanteil bei der Bauxitproduktion von 8,5 auf 13 Prozent und macht das Unternehmen damit zum weltgrößten Bauxitförderer gemessen an der eigenkapitalzurechenbaren Produktion. Analysten von Wood Mackenzie stellten fest, dass die Übernahme Alcoa eine stärkere Einflussnahme auf die Aluminiumoxidpreise im Atlantikraum ermöglicht.

Alcoa-CEO William Oplinger bezeichnete die erworbenen Vermögenswerte als strategisch passend und erklärte, sie würden „sofort cashflow-positiv" wirken. Die Marktreaktion fiel insgesamt positiv aus: Die Alcoa-Aktie legte nach der Ankündigung um 6 Prozent zu, gestützt durch einen jüngsten Anstieg der Aluminiumpreise infolge geopolitischer Spannungen. Die South32-Aktie gab in Sydney hingegen leicht um 2 Prozent nach.

Mozal-Schmelzwerk bleibt bei South32

Bemerkenswert ist, was nicht Teil der Transaktion ist: Das Mozal-Aluminiumschmelzwerk in Mosambik bleibt im Besitz von South32. Die Anlage befindet sich derzeit in einem Wartungs- und Pflegezustand. Der Ausschluss von Mozal wird mit ungelösten Risiken begründet, insbesondere im Hinblick auf Stromverträge. Mining Weekly berichtet, dass diese Entscheidung die Übertragung eines „strukturell herausfordernden, hochkostigen Vermögenswerts" verhindert – die Stromversorgungsprobleme in Mosambik gelten weiterhin als erhebliche Hürde für die operative Lebensfähigkeit des Schmelzwerks.

Auch nach dem Abschluss der Transaktion bleiben Herausforderungen bestehen. Das Hillside-Schmelzwerk in Südafrika, das künftig unter Alcoas Führung steht, steht 2031 vor einem kritischen Wendepunkt, wenn der aktuelle Stromvertrag mit dem staatlichen Versorger Eskom ausläuft. Die langfristige Rentabilität dieser Anlage hängt davon ab, ob eine tragfähige, kohlenstoffarme Energielösung gefunden werden kann. Für South32 wiederum wird der Erfolg unter der neuen Führung daran gemessen werden, ob das Unternehmen seine Wachstumsstrategie im Kupfer- und Basismetallbereich erfolgreich umsetzen kann – und damit den Einnahmeausfall aus dem Aluminium-Portfolio kompensiert.

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