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SSR Mining profitiert von Goldrally nach enttäuschenden US-Jobdaten

Der Gold- und Silberproduzent SSR Mining legte am Mittwoch kräftig zu, nachdem schwache US-Arbeitsmarktdaten die Zinserwartungen dämpften und einen Kapitalzufluss in Edelmetalle auslösten.

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Die Anteilscheine des Edelmetallförderers SSR Mining (SSRM+5,36%) verzeichneten am Mittwoch deutliche Kursgewinne. Der Wert legte um mehr als fünf Prozent zu, ohne dass das Unternehmen selbst unternehmensspezifische Meldungen veröffentlicht hatte. Ausschlaggebend waren vielmehr die schwächer als prognostiziert ausgefallenen Beschäftigungszahlen aus den Vereinigten Staaten, welche die geldpolitischen Erwartungen der Investoren spürbar beeinflussten.

Die Lohnabrechnungsstatistik von Automatic Data Processing (ADP) wies aus, dass private Unternehmen in den USA im August rund 38.000 zusätzliche Arbeitsplätze schufen. Damit unterschritt dieser Wert nicht nur die durchschnittliche Analystenschätzung von 48.000 Stellen, sondern auch den nach unten korrigierten Anstieg vom Juli in Höhe von 46.000 Arbeitsplätzen. Die Prognosen stammen aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters unter Volkswirten.

Enttäuschende Konjunkturdaten mindern Zinserhöhungsängste

Die enttäuschenden Arbeitsmarktdaten wirkten sich umgehend auf die Erwartungen bezüglich des weiteren Kurses der US-Notenbank Federal Reserve aus. Erst in der Vorwoche hatten Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh im Rahmen einer Konferenz die Sorgen vor zusätzlichen Zinsanhebungen erneut geschürt. Steigende Leitzinsen gelten als nachteilig für Edelmetalle, da sie die Attraktivität von zinslosen Anlageformen wie Gold und Silber schmälern.

Der nun veröffentlichte ADP-Report dämpfte diese Bedenken jedoch merklich. Die Akteure am Markt werten die schwächeren Konjunkturdaten als Hinweis darauf, dass die Fed vorerst von weiteren Zinserhöhungen absehen könnte. Dies löste einen verstärkten Kapitalzufluss in Edelmetalle aus, wovon auch die Aktien von Förderunternehmen wie SSR Mining profitierten.

Gold und Silber als Kursmotoren

Die SSR-Mining-Aktie folgte damit der generellen Entwicklung an den Edelmetallmärkten. Der Gold- und der Silberpreis hatten zu Jahresbeginn neue historische Höchststände erklommen, waren anschließend jedoch aufgrund diverser Einflussfaktoren wieder unter Druck geraten. Nun deutet sich eine erneute Aufwärtsbewegung an, von der der Minenbetreiber unmittelbar Nutzen zieht.

Die Wertentwicklung von Gesellschaften, die in der Förderung und dem Vertrieb von Edelmetallen tätig sind, wird von zahlreichen Faktoren bestimmt. Dem Einfluss der Rohstoffnotierungen können sie sich jedoch nicht entziehen. Ziehen die Preise für Gold und Silber an, blicken die Marktteilnehmer optimistisch auf die Perspektiven. In Phasen niedriger Preise verhält es sich umgekehrt.

Inflationsängste bleiben ein bestimmender Faktor

Die Teuerung stellt weiterhin das größte wirtschaftliche Sorgenkind der meisten US-Bürger dar – und insbesondere auch der Verantwortlichen der Federal Reserve. Sie dürfte nach Einschätzung von Marktexperten der wesentliche Preistreiber für Gold, Silber und andere begehrte Edelmetalle bleiben. Die inflationären Belastungsfaktoren in der US-Volkswirtschaft bestehen fort, sodass die Zinsen tendenziell eher steigen dürften.

Sollten die Leitzinsen tatsächlich weiter angehoben werden, wäre dies negativ für die Edelmetallpreise und folglich auch für die Aktienkursentwicklung von Gesellschaften wie SSR Mining. Der jüngste Kurssprung verdeutlicht jedoch, wie empfindlich der Markt auf konjunkturelle Veröffentlichungen und die daraus abgeleiteten Zinserwartungen reagiert. Für Investoren bleibt das Papier damit ein schwankungsanfälliges Engagement, das maßgeblich von der makroökonomischen Gesamtlage abhängt.

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