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US-Aktienfutures steigen: Ölpreise auf Rekordkurs seit Golfkrieg

Hoffnungen auf ein Kriegsende im Nahen Osten treiben Märkte an – doch die Lage bleibt gefährlich.

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US-Aktienfutures steigen: Ölpreise auf Rekordkurs seit Golfkrieg

Die US-Aktienfutures haben am Dienstag deutlich zugelegt und notierten um knapp 1% im Plus. Auslöser war die Meldung, dass US-Präsident Donald Trump gegenüber Beratern seine Bereitschaft signalisiert hat, den Krieg im Nahen Osten zu beenden – auch ohne eine vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Über diese strategisch entscheidende Wasserstraße wurden vor Kriegsbeginn rund ein Fünftel der weltweiten Energieströme abgewickelt.

Die Energiemärkte reagierten zunächst positiv auf die Signale aus Washington. Investoren werteten die Aussagen als Hinweis, dass die aktuelle Phase des Konflikts möglicherweise bald enden könnte. Gleichzeitig bleibt der weitere Verlauf des Krieges höchst ungewiss.

Brent-Öl auf dem Weg zum größten Quartalsgewinn seit 1990

Die internationale Ölreferenzsorte Brent hat ihre nächtlichen Verluste bis zum Dienstagmorgen vollständig aufgeholt und notierte wieder im Plus. Damit steuert Brent auf den größten prozentualen Quartalsgewinn seit dem Golfkrieg 1990 zu. Der meistgehandelte Brent-Future-Kontrakt ist im laufenden Quartal um mehr als 70% gestiegen – ein Anstieg, der sogar den Preissprung auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie übertrifft.

Die Lage am Golf bleibt dabei angespannt. In der Nacht wurde ein kuwaitischer Öltanker, der vor dem Hafen von Dubai vor Anker lag, von einer Drohne getroffen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Risiken für den Schiffsverkehr in der Region. Zuvor hatte Trump neue Drohungen gegen Teherans Energieinfrastruktur ausgesprochen, sollte die Meerenge nicht wieder geöffnet werden.

Benzinpreise in den USA überschreiten kritische Schwelle

Die Energiekrise trifft inzwischen auch die amerikanischen Verbraucher spürbar. Die US-Benzinpreise haben erstmals seit August 2022 die Marke von 4 US-Dollar pro Gallone überschritten. Für deutsche Anleger ist dies ein wichtiges Signal: Steigende Energiekosten in den USA können die Kaufkraft der Verbraucher schwächen und die Federal Reserve in ein geldpolitisches Dilemma treiben.

Alle drei großen US-Aktienindizes – Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq – verzeichneten über ihre Futures-Kontrakte Gewinne von jeweils knapp 1%. Die Märkte befinden sich damit in einem volatilen Umfeld, in dem geopolitische Nachrichten innerhalb weniger Stunden zu starken Ausschlägen in beide Richtungen führen können.

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