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USA greifen Iran zehnten Tag in Folge an – Teheran schlägt zurück

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert weiter – mit gegenseitigen Vergeltungsschlägen und neuen Fronten in der Golfregion.

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USA greifen Iran zehnten Tag in Folge an – Teheran schlägt zurück

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat am Montagabend bestätigt, dass es den zehnten Tag in Folge Angriffe gegen den Iran durchgeführt hat. Teheran reagierte mit Vergeltungsschlägen auf mehrere US-Ziele in der Golfregion. Der Konflikt, der seit Anfang Juli andauert, zeigt keine Anzeichen einer baldigen Deeskalation.

CENTCOM erklärte, iranische Militärziele angegriffen zu haben, um die Fähigkeit des Landes zu schwächen, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren. Explosionen wurden aus Bandar Abbas, von der Insel Qeschm und aus Konarak gemeldet. Berichten zufolge griff der Iran zudem Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge an, während der Schiffsverkehr dort angesichts der militärischen Spannungen gering blieb.

Iranische Angriffe auf US-Stützpunkte in der Region

Die iranische Revolutionsgarde gab laut lokalen Medienberichten bekannt, Drohnenangriffe auf drei große US-Militäranlagen in Kuwait gestartet zu haben. Darüber hinaus wurden iranische Angriffe auf US-Stützpunkte in Jordanien, Syrien und Bahrain beobachtet. Die Vergeltungsschläge Teherans treffen damit mehrere Länder der Golfregion gleichzeitig.

Die jüngste Eskalation folgt auf iranische Angriffe am vergangenen Wochenende, bei denen mindestens drei US-Soldaten getötet wurden. Präsident Donald Trump erklärte daraufhin, das Land werde für diese Todesfälle bezahlen. Berichte aus der vergangenen Woche zeigten zudem, dass Trump eine Ausweitung des Militäreinsatzes gegen den Iran in Erwägung zieht – einschließlich potenzieller Angriffe auf die Energie- und Zivilinfrastruktur des Landes.

Streit um die Straße von Hormus

Der Kern des Konflikts liegt in der Kontrolle über die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch sie wird ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels abgewickelt. Teheran behauptet, die Wasserstraße weitgehend zu kontrollieren, und fordert, dass Schiffe, die die Region durchqueren, sich mit dem Land abstimmen müssen. Die USA hingegen argumentieren, dass die Passage für alle offen stehe, und haben angeboten, Handelsschiffe in der Region zu schützen.

Der Iran schloss die Straße von Hormus als Reaktion auf die jüngsten Feindseligkeiten, woraufhin die USA eine Seeblockade gegen den Iran verhängten. Die USA und der Iran befinden sich seit Anfang Juli in einer neuen Runde gegenseitiger Vergeltungsschläge, ausgelöst durch die Unstimmigkeiten über die Schifffahrt in der Meerenge.

Neue Front: Huthi-Blockade gegen Saudi-Arabien

Der Konflikt scheint nun eine weitere Dimension zu gewinnen. Die vom Iran unterstützte Huthi-Gruppe im Jemen rief am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien aus. Der Iran hatte zuvor angedeutet, den kommerziellen Schiffsverkehr in anderen Teilen des Nahen Ostens durch seine Stellvertreter stören zu können. Diese Entwicklung könnte die gesamte Region destabilisieren und den Druck auf die globalen Energiemärkte weiter erhöhen.

Dennoch gibt es gewisse Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung. Reuters berichtete, dass der Iran von regionalen Vermittlern einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe erhalten habe. Der iranische Außenminister Abbas Aragchi sagte, die Diskussionen könnten wieder aufgenommen werden, sobald „strategische Gewinne" erzielt worden seien. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Sonntag, dass Washington weiterhin offen für weitere Gespräche sei.

Ölpreise reagieren auf Vermittlungshoffnungen

Die Ölpreise fielen in dieser Woche von ihren Fünf-Wochen-Hochs zurück, da über eine mögliche Vermittlung in dem Konflikt spekuliert wurde. Die Straße von Hormus ist für die globalen Energiemärkte von zentraler Bedeutung – eine anhaltende Blockade oder weitere Eskalation könnte die Rohölpreise weltweit erheblich belasten. Für deutsche Anleger und Verbraucher bleibt die Entwicklung in der Golfregion daher ein wichtiger Faktor für Energiepreise und Marktvolatilität.

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