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Wie die Carlin-Goldlagerstätte Nevada zur Bergbauhochburg machte

Die Entdeckung der Carlin-Goldlagerstätten in Nevada legte den Grundstein für Newmonts Aufstieg zum weltgrößten Goldproduzenten und prägte die Entwicklung von Barrick Gold. 2018 bündelten beide Konzerne ihre Aktivitäten in der Region in einem Joint Ventur

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Wie die Carlin-Goldlagerstätte Nevada zur Bergbauhochburg machte

Die Goldlagerstätten von Carlin im US-Bundesstaat Nevada zählen zu den prägendsten Entdeckungen in der Geschichte des nordamerikanischen Bergbaus. Aus einer geologischen Feldbeobachtung Mitte des 20. Jahrhunderts erwuchs eine der ertragreichsten Goldförderregionen der Welt, die zugleich den Aufstieg des Konzerns Newmont zum globalen Marktführer ermöglichte.

Erste geologische Indizien für das später als Carlin-Vorkommen bekannte Areal gab es bereits 1939. Der US-Geologe Ralph Roberts erfasste 1954 Erzlagerstätten im nördlichen Zentral-Nevada kartografisch und legte seine Erkenntnisse 1960 in einem detaillierten Fachbericht vor. Diese Aufzeichnungen dienten den Bergbaugiganten Newmont und Barrick Mining später als wesentliche Grundlage für ihre Explorationsarbeiten entlang des sogenannten Carlin-Trends.

Die Carlin-Lagerstätten zeichnen sich durch feinverteiltes Gold in arsenhaltigem Pyrit aus. Namensgeber ist die Ortschaft Carlin im Nordosten Nevadas. Diese geologische Eigenheit machte das Gebiet zu einem der ergiebigsten Goldabbauareale der USA.

Der entscheidende Schritt in den 1960er Jahren

Newmont trieb die Exploration und Bohrungen zu Beginn der 1960er Jahre voran. Eine erste Schätzung der Reserven lag bereits 1963 vor. Der eigentliche Durchbruch gelang im Mai 1965, als die Mine Carlin die Förderung aufnahm. Der Northern Miner berichtete seinerzeit: "Newmont hat die Produktion in der größten Goldmine aufgenommen, die in den Vereinigten Staaten seit einem halben Jahrhundert eröffnet wurde."

Das Bergwerk war als Tagebau konzipiert mit einer Verarbeitungskapazität von 2.000 Tonnen pro Tag und einer Jahresproduktion von 200.000 Unzen Gold. Die erwartete Betriebsdauer wurde auf mehr als zehn Jahre veranschlagt. Plato Malozemoff, seinerzeit Vorstandsvorsitzender von Newmont, äußerte: "Carlin wird die zweitgrößte Goldmine in den USA sein, hinter Homestake, und die viertgrößte in Nordamerika."

Bis zur Schließung im Jahr 1987 förderte die Mine Carlin insgesamt 3,8 Millionen Unzen Gold.

Das Wachstum entlang des Carlin-Trends

In den 1980er und 1990er Jahren folgten weitere hochwertige Entdeckungen entlang des Trends, die zur Entwicklung zusätzlicher Minen führten. Zu den bekanntesten zählen Gold Quarry, Rain, Genesis und Eureka. Diese Funde legten das Fundament für Newmonts Aufstieg zum größten Goldproduzenten der Welt.

Allerdings zog nicht allein Newmont Nutzen aus der Region. Der Carlin-Trend war auch für die Entwicklung von Barrick Gold von zentraler Bedeutung. Das Unternehmen übernahm 1987 das Goldstrike-Projekt und entwickelte später die Lagerstätten Betze, Screamer und Rodeo. Bis 2018 förderte Barrick in der Region insgesamt 44,4 Millionen Unzen Gold.

Die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens

2018 erfolgte eine strategische Neuausrichtung: Newmont und Barrick legten ihre regionalen Aktivitäten im Nevada Gold Mines Joint Venture zusammen. Damit bündelten die beiden größten Goldproduzenten der Welt ihre Kräfte in einem der produktivsten Goldabbaugebiete der Erde.

Die Entwicklung des Carlin-Trends verdeutlicht, wie systematische geologische Forschung, unternehmerische Weitsicht und technischer Fortschritt eine Region von herausragender Bedeutung für die Rohstoffindustrie hervorbringen können. Was mit den Kartierungen von Ralph Roberts in den 1950er Jahren begann, hat die Bergbaulandschaft Nordamerikas nachhaltig verändert und zwei der weltweit führenden Bergbauunternehmen hervorgebracht.

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