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Core Lithium startet Förderung von Spodumen in Finniss neu

Core Lithium hat nach fast zweijähriger Pause die Spodumenproduktion in Finniss wieder aufgenommen und die Anlage durch gezielte Modernisierungen optimiert, um die Durchsatzkapazität um 20 Prozent zu steigern.

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Core Lithium startet Förderung von Spodumen in Finniss neu

Core Lithium startet Spodumenförderung in Finniss neu

Nach einer fast zweijährigen Unterbrechung hat der australische Lithiumproduzent Core Lithium im Verarbeitungswerk Finniss im Northern Territory die Gewinnung von Spodumenkonzentrat wieder aufgenommen. Das an der ASX gelistete Unternehmen erreichte damit einen bedeutenden Schritt im schrittweisen Wiederanlauf der Mine, die infolge des Preisverfalls bei Lithium in den Erhaltungsmodus versetzt worden war.

Die Wiederinbetriebnahme erfolgte in mehreren Phasen. Bereits im Mai hatte Core Lithium den Abbau im Grants-Tagebau wieder gestartet. Im August wurde außerdem die Brecheranlage erneut hochgefahren, um genügend Vorräte an zerkleinertem Erz für die Weiterverarbeitung zu gewährleisten. Hervorzuheben ist die Schnelligkeit des Wiederanlaufs: Das erste Konzentrat wurde bereits sechs Monate nach der finalen Investitionsentscheidung zur Wiederaufnahme des Betriebs produziert.

Gezielte Modernisierungen für höhere Effizienz

Core Lithium nutzte die Stillstandszeit, um die Anlage strategisch zu optimieren. Das Unternehmen führte mehrere Verbesserungen durch, um Engstellen in der Verarbeitungskette zu beseitigen und die Ausbringung zu steigern. Dazu zählten die Erneuerung der Siebanlagen, Anpassungen am Walzenbrecher sowie Optimierungen am Ferrosilizium-Verteilungssystem. Zudem wurden die Brech- und Dichtemedientrennprozesse in einem zentralen Leitstand vereint.

Durch diese Maßnahmen soll die Durchsatzkapazität der Anlage um rund 20 Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. Die Modernisierungen zielen darauf ab, eine verbesserte Mineralaufbereitung und höhere Ausbeuten zu erzielen. Das Unternehmen fokussiert sich nun darauf, die Leistungsfähigkeit der Anlage, die betriebliche Stabilität und die Durchsatzkapazität weiter zu optimieren und langfristig zu sichern.

Historischer Hintergrund und strategische Neuausrichtung

Finniss hatte die erste Spodumenverarbeitung im Februar 2023 aufgenommen, wurde jedoch Mitte 2024 in den Erhaltungsbetrieb versetzt, als die Lithiumpreise auf mehrjährige Tiefstände fielen. Der damalige Preisrückgang traf die gesamte Branche schwer und führte weltweit zu Produktionskürzungen und Stilllegungen.

Seitdem wurde das Projekt als kostengünstigere Daueroperation neu ausgerichtet. Mit einer geplanten Minenlebensdauer von 20 Jahren und einer durchschnittlichen Jahresproduktion von 214.000 Tonnen soll Finniss langfristig wirtschaftlich arbeiten können. Ein besonderes Unterscheidungsmerkmal: Finniss ist die einzige große Hartgestein-Lithiummine, die außerhalb von Western Australia betrieben wird. Das verleiht dem Standort eine strategische Relevanz für die australische Lithiumindustrie.

Ausblick

Die Wiederaufnahme der Produktion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Lithiummärkte allmählich zu erholen scheinen. Marktbeobachter verfolgen die Entwicklung der Nachfrage nach Lithium für Elektrofahrzeugbatterien und Energiespeicher aufmerksam. Core Lithium positioniert sich mit dem Wiederanlauf von Finniss frühzeitig für eine mögliche Markterholung.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die modernisierte Anlage die angestrebten Produktionsziele erreichen kann. Entscheidend wird sein, ob die Durchsatzkapazität von 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr tatsächlich realisiert werden kann und ob sich die verbesserte Ausbeute in der Praxis bestätigt. Für Core Lithium geht es nun darum, die Betriebskosten niedrig zu halten und eine stabile Förderung zu gewährleisten.

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