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Gazprom liefert ab 2026 rekordhohe Gasmengen nach China

Russland will ab 2026 insgesamt 50 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich über Pipelines nach China liefern, wie Vize-Ministerpräsident Nowak mitteilte – ein strategischer Schwenk weg von Europa hin zu asiatischen Abnehmern.

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Gazprom liefert ab 2026 rekordhohe Gasmengen nach China

Russland plant für das Jahr 2026 eine deutliche Steigerung seiner Erdgaslieferungen in die Volksrepublik China. Wie Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak am Donnerstag bekanntgab, beabsichtigt Moskau, über die Pipeline „Kraft Sibiriens“ sowie durch Kasachstan insgesamt 50 Milliarden Kubikmeter Erdgas an den asiatischen Abnehmer zu schicken.

Diese Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer strategischen Neuausrichtung der russischen Energieexporte gen Osten. Die einstigen Absatzmärkte in Europa sind für russische Gaslieferungen infolge des Ukraine-Konflikts weitgehend versiegt. China rückt damit für den Staatskonzern Gazprom in die Position des zentralen Kunden.

Die Pipeline-Projekte im Überblick

Bereits gegenwärtig wird Erdgas über die Leitung „Kraft Sibiriens“ von Russland nach China transportiert. Geplant ist nun eine deutliche Ausweitung der Durchleitungskapazität. Parallel dazu verhandeln der russische Gazprom-Konzern und der chinesische Energieriese CNPC über ein weiteres großes Pipeline-Vorhaben.

Dieses Projekt, das zunächst unter der Bezeichnung „Kraft Sibiriens-2“ firmierte, trägt nun den Namen „Kraft des Baikal“, so Nowak. Die Namensänderung weist auf eine veränderte geografische Ausrichtung hin – der Baikalsee befindet sich im sibirischen Raum und zählt zu den bekanntesten Regionen Russlands.

Politische und wirtschaftliche Tragweite

Die gemeinsame Regierungskommission werde das Vorhaben bereits am Freitag beraten, führte Nowak weiter aus. Dies unterstreicht die Eile, mit der beide Länder die Energiepartnerschaft vorantreiben. Für Russland steht der Ausgleich der verlorenen europäischen Gasumsätze im Fokus, für China die Sicherung preiswerter Energieimporte.

Die avisierten 50 Milliarden Kubikmeter jährlich stellen eine beträchtliche Menge dar. Zum Vergleich: Die gesamten russischen Gasexporte nach Europa beliefen sich vor dem Krieg zeitweise auf über 150 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. China würde somit zum mit Abstand bedeutendsten Einzelabnehmer der russischen Gasbranche aufsteigen.

Perspektive für Rohstoff-Anleger

Die Verhandlungen zwischen Gazprom und CNPC dürften in den nächsten Monaten an Intensität gewinnen. Sollte „Kraft des Baikal“ verwirklicht werden, würde dies die Energieflüsse in Asien grundlegend verschieben. Für Anleger mit Fokus auf Rohstoffe und Energie ist die Entwicklung relevant, da sich die globalen Gasströme und infolgedessen auch die Preise an den internationalen Märkten verändern könnten.

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