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Greenland Mines vollendet Kauf des Seltenerd-Projekts Sarfartoq in Grönland

Greenland Mines hat das Sarfartoq-Seltenerdprojekt für 35 Mio. US-Dollar übernommen und positioniert sich damit als potenzieller NdPr-Oxid-Produzent außerhalb Chinas. Die erste Bewertung weist einen NPV von 2,05 Mrd. US-Dollar und eine IRR von 118,6 Proze

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Greenland Mines vollendet Kauf des Seltenerd-Projekts Sarfartoq in Grönland

Greenland Mines (Nasdaq: GRML) hat die Akquisition des Sarfartoq-Vorkommens von Neo Performance Materials zu einem Kaufpreis von 35 Millionen US-Dollar endgültig vollzogen. Das auf Seltene Erden ausgerichtete Areal in Grönland wird damit in das Minen-Portfolio des Unternehmens integriert, wie der Konzern am Mittwoch bekanntgab.

Der erfolgreiche Abschluss der Transaktion erfolgt im Anschluss an die Veröffentlichung einer unabhängigen vorläufigen Wirtschaftlichkeitsprüfung durch Greenland Mines für Sarfartoq, welche günstige Projektdaten ergab. Die Lagerstätte weist einen kalkulierten Vorsteuer-Barwert (NPV) von annähernd 2,05 Milliarden US-Dollar sowie eine Vorsteuer-Rendite (IRR) von 118,6 Prozent auf.

Jene erste Bewertung bezieht sich ausschließlich auf die ST1-Lagerstätte, welche weniger als ein Prozent der 191 Quadratkilometer großen Explorationslizenz von Sarfartoq ausmacht. Fünf weitere bekannte Seltene-Erden-Vorkommen entlang der rund 32 Kilometer langen äußeren Ringstruktur sind nach Angaben von Greenland Mines bislang weitgehend unerkundet.

Rohstoff von strategischem Wert für die Magnetfertigung

Das Unternehmen bezeichnet das Vorhaben als eines der „am weitesten entwickelten und erfolgversprechendsten Seltenerd-Projekte“ der Insel und hebt dabei die hohe Erzqualität sowie die vorteilhaften logistischen Gegebenheiten in der Arktis hervor. Das Areal befindet sich rund 60 Kilometer von Kangerlussuaq im Südosten entfernt.

In der Lagerstätte findet sich eine an Karbonatit-Lithologie gebundene Mineralisation, die stark mit Neodym-Praseodym (NdPr) angereichert ist. NdPr stellt einen zentralen Bestandteil bei der Fertigung leistungsstarker NdFeB-Dauermagnete dar, die unter anderem in E-Fahrzeugen und Windkraftanlagen verwendet werden.

Das Projekt verfügt über eine historische NI 43-101-Schätzung der Rohstoffreserven sowie eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung. Es wird durch mehr als 15 Jahre an Explorationsarbeit und über 23.000 Bohrmeter gestützt.

Weiterentwicklung und anstehende Meilensteine

„Der Erwerb von Sarfartoq ist abgeschlossen, und eines der weltweit führenden Upstream-Projekte für Seltenerd-Magnete ist nun ein Vermögenswert von Greenland Mines“, erklärte der Präsident von Greenland Mines, Dr. Bo Møller Stensgaard, in einer Mitteilung.

„Bezogen auf die Verbrauchsmengen des Jahres 2025 würde das NdPr-Oxid, das wir allein aus ST1 fördern wollen, in jedem der neun geplanten Betriebsjahre des Projekts etwa ein Drittel des außerhalb Chinas raffinierten NdPr-Oxids ausmachen – und ST1 bildet lediglich einen kleinen Teil eines wesentlich größeren Systems“, so Stensgaard weiter.

Greenland Mines gab an, unmittelbar in die nächste Entwicklungsphase von Sarfartoq einzusteigen. Vorgesehen sind gezielte Infill-Bohrungen, metallurgische Pilotversuche, bergbautechnische Planungen sowie fortlaufende ökologische und soziale Basisstudien.

Das Ziel ist die schrittweise Weiterentwicklung des Projekts bis zu einer Vorstudie (Pre-Feasibility Study). „Unser technisches Team ist diesen Monat wieder vor Ort in Sarfartoq, und wir gehen nahtlos vom Erwerb zur weiteren Erschließung des Ressourcenwachstums über“, ergänzte Stensgaard.

Relevanz für die Seltenerd-Versorgung außerhalb Chinas

Das Sarfartoq-Vorhaben könnte einen wesentlichen Beitrag zur Diversifizierung der globalen Seltenerd-Lieferketten leisten. China beherrscht gegenwärtig den Markt für veredelte Seltenerd-Oxide, und Projekte außerhalb des Landes gewinnen angesichts geopolitischer Spannungen zunehmend an strategischer Wichtigkeit.

Mit der Übernahme bringt sich Greenland Mines als potenziell bedeutender NdPr-Oxid-Produzent in Stellung – eines kritischen Rohstoffs für die Energiewende und die Elektromobilität. Die kommenden Monate werden aufzeigen, ob die vielversprechenden Kennziffern aus der ersten Bewertung durch weitere Explorationserfolge bestätigt werden können.

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