ANZEIGE

Iran verdoppelt Spritpreise: Krieg und Seeblockade treiben Rohstoffmärkte an

Der Iran verdoppelt die Benzinpreise für Verbrauch oberhalb des subventionierten Kontingents, ausgelöst durch eine akute Kraftstoffknappheit infolge des US-israelischen Krieges und einer US-Seeblockade. Die Maßnahme ist politisch brisant und könnte die In

•• 3 Min
Iran verdoppelt Spritpreise: Krieg und Seeblockade treiben Rohstoffmärkte an

Der Iran hat die Preise für Benzin angehoben, das über das staatlich bezuschusste Monatskontingent hinaus verbraucht wird. Die Führung in Teheran reagiert damit auf eine akute Verknappung des Kraftstoffs, die durch den Krieg zwischen den USA und Israel sowie eine amerikanische Seeblockade der Häfen im Süden Irans zusätzlich verstärkt wird. Dieser Schritt ist politisch höchst explosiv und birgt ein erhebliches Risiko für die Inflation.

Die Islamische Republik zählt zu den Nationen mit den niedrigsten Treibstoffpreisen weltweit. Jeder Fahrzeughalter hat ein Anrecht auf ein subventioniertes Kontingent von 110 Litern im Monat zu einem Preis von umgerechnet rund 0,013 US-Dollar pro Liter. Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani erklärte, dass dieses Kontingent zwar unverändert bestehen bleibe, der Preis für jeden zusätzlich getankten Liter jedoch ab Dienstag von umgerechnet 0,022 US-Dollar auf 0,045 US-Dollar pro Liter verdoppelt werde.

Ursachen der Versorgungslücke

Mohajerani führte die Maßnahme auf einen „steigenden Verbrauch“ und eine „Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage“ zurück. Sie versicherte, dass „sämtliche Einnahmen aus der Preiserhöhung zur Unterstützung der Lebenshaltungskosten der Bevölkerung verwendet würden“. Die tatsächliche Situation ist jedoch vielschichtiger. Trotz enormer Öl- und Gasvorkommen leidet der Iran unter unzureichenden Raffineriekapazitäten und einem überhöhten Konsum, der durch veraltete öffentliche Verkehrsmittel und ineffiziente Fahrzeuge angetrieben wird. Seit Jahren ist die Regierung gezwungen, Benzin zu importieren, um die Lücke zwischen Produktion und Nachfrage zu schließen.

Seit dem Ausbruch des US-israelischen Krieges im Februar hat sich die Lage dramatisch verschärft. Der Iran verlor zu Beginn der Kampfhandlungen einen Teil seiner Raffineriekapazität durch Attacken auf Ölanlagen und petrochemische Infrastruktur. Hinzu kommt die US-Blockade der südiranischen Häfen, die seit April weitgehend besteht und die Treibstoffimporte behindert. Die Führung musste bereits auf ihre strategischen Reserven zurückgreifen.

Politische Sprengkraft und wirtschaftliche Konsequenzen

Präsident Masoud Pezeshkian hat mehrfach betont, dass die derzeitigen subventionierten Sätze nicht auf Dauer haltbar seien und die Wirtschaft stark belasteten. Viele Iraner betrachten günstige Energie jedoch als ihr verbrieftes Recht. Eine abrupte Anhebung der Benzinpreise im Jahr 2019 hatte landesweit tödliche Proteste ausgelöst – ein warnendes Beispiel für die gegenwärtige Regierung.

Volkswirte warnen vor den indirekten Folgen der Treibstoffpreiserhöhung auf die Kosten für Waren und Dienstleistungen. Die Inflationsrate im Iran liegt im Jahresvergleich bei nahezu 90 Prozent, die Landeswährung ist auf ein Rekordtief von umgerechnet 2,25 Millionen Rial pro US-Dollar gefallen. Eine weitere Verteuerung von Kraftstoff könnte die ohnehin schwere Wirtschaftskrise der 90 Millionen Einwohner weiter zuspitzen.

Mohammad Sadegh Azimifar, Leiter des staatlichen Unternehmens National Iranian Oil Refining and Distribution Company, bemühte sich um Beruhigung. Die heimische Benzinförderung habe kürzlich die „höchsten jemals erreichten Werte“ erzielt, das Land stehe jedoch weiterhin vor einem täglichen Defizit von 10 Millionen Litern. Er erklärte, dass „85 Prozent der Bevölkerung von dieser Preisänderung nicht betroffen sein“ würden, da sie ausschließlich den Verbrauch oberhalb des Standardmusters betreffe.

Geopolitische Tragweite

Die USA und der Iran befinden sich seit Monaten in einem Patt um die strategisch bedeutsame Straße von Hormus. Washington hat seine Strategie im vergangenen Monat geändert und setzt nun verstärkt auf wirtschaftlichen Druck, um Teheran zu isolieren. Die USA weiten sekundäre Sanktionen gegen iranische Handelspartner aus und sprechen weitere Drohungen aus.

Teheran hat jedoch seit Jahrzehnten daran gearbeitet, eine sogenannte „Widerstandswirtschaft“ aufzubauen, die darauf ausgelegt ist, Sanktionen zu überstehen – selbst wenn dies die wirtschaftliche Not der Bevölkerung verschärft. Irans oberster Sicherheitsbeamter Mohsen Rezaei sagte am späten Sonntag im Fernsehen, das Land erhalte trotz der US-Seeblockade weiterhin Einnahmen aus Ölgeschäften. Dies war ein offensichtlicher Hinweis auf schwimmende Rohöllager außerhalb der Blockade. „Wir verkaufen etwa 1,5 Millionen Fässer Öl pro Tag und werden dafür bezahlt“, so Rezaei. „Wer hat behauptet, dass die iranischen Ölexporte gestoppt sind und seine Devisenreserven erschöpft sind?“

Für Anleger in Rohstoffmärkte bleibt die Entwicklung im Iran ein zentraler Gradmesser für die Stabilität der globalen Energieversorgung. Eine weitere Eskalation im Konflikt um die Straße von Hormus könnte die Ölpreise weltweit in die Höhe treiben und die ohnehin angespannte Lage an den Energiemärkten weiter zuspitzen.

IranBenzinpreiseKraftstoffknappheitUs-SanktionenInflationÖlpreiseGeopolitikStraße Von Hormus

Meistgelesene News

  1. Lieferketten in Gefahr: EPC-Canada-Chef sieht massive Sprengstoffrisiken für Minen
  2. Ukraine-Getreidekonflikt: EU-Bauern bremsen geopolitische Ambitionen aus
  3. CleanTech Lithium erwirbt vielversprechende Claims im Salar de Antofalla
  4. Spanish Mountain Gold meldet oberflächennahe Goldfunde aus Machbarkeitsbohrungen
  5. Rohöl über 104 Dollar: Geopolitische Risiken treiben die Preise, Konzerne setzen auf Nahost

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Disclaimer

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation: Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London, SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung: Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze. Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen: Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter. In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten: Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten: Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde: Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.