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ISO-Bestätigung: Längere Nutzung von Bergbaureifen senkt CO₂-Bilanz

Die ISO hat offiziell bestätigt, dass die verlängerte Nutzung von Bergbaureifen die CO₂-Bilanz verbessert. Kal Tire präsentierte auf der Electra Mining Africa aktuelle Zahlen: 32.700 Tonnen CO₂ wurden allein im vergangenen Jahr durch Reifen-Lebensdauerver

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ISO-Bestätigung: Längere Nutzung von Bergbaureifen senkt CO₂-Bilanz

Die International Standards Organisation (ISO) hat offiziell anerkannt, dass Maßnahmen zur Verlängerung der Nutzungsdauer von Bergbaureifen positive Effekte auf die Umwelt haben. Wer Reifen länger einsetzt, anstatt sie vorzeitig zu ersetzen, reduziert nachweislich die CO₂-Emissionen in erheblichem Umfang. Dies teilte der Reifenspezialist Kal Tire im Rahmen der Messe Electra Mining Africa in Johannesburg mit.

Die ISO-Methodik zur Berechnung des CO₂-Fußabdrucks liefert belastbare Kennzahlen, mit denen Bergbaukonzerne ihre Berichterstattung über Scope-3-Emissionen untermauern können. Diese Emissionen entlang der gesamten Lieferkette machen den mit Abstand größten Anteil am CO₂-Gesamtausstoß einer Mine aus. Die ISO-Zertifizierung ist die Weiterentwicklung eines Programms, das Minenbetreiber seit 2019 dabei unterstützt, den ökologischen Nutzen längerer Reifenlebensdauern zu beziffern.

Die Einsparungen können sich sehen lassen: Im vergangenen Jahr dokumentierten 70 Minenbetreiber in sechs Regionen, dass durch den Verzicht auf vorzeitige Herstellung und den Transport von Ersatzreifen insgesamt 32.700 Tonnen CO₂ vermieden wurden. Die Prüfgesellschaft SCS Global Services hat die errechneten CO₂-Einsparungen zusätzlich validiert.

Kal Tire weltweit aktiv

Die Mining Tire Group von Kal Tire, die auf der Electra Mining Africa 2026 auf dem Gelände Nasrec in Johannesburg vertreten ist, betreut und versorgt über 230 Bergbaustandorte auf fünf Kontinenten. Das Maple-Programm der Gruppe umfasst Ultra-Reparaturen, Wiederaufbereitung sowie Ultra-Treads für Bergbaureifen. Diese Verfahren verleihen den Reifenkarkassen ein zweites Leben, anstatt sie umgehend zu entsorgen.

„Kunden in Sambia setzen derzeit das Maple-Programm ein“, berichtete John Martin, Vice President Southern Africa bei Kal Tire, gegenüber Mining Weekly. Die Anwender in Sambia erhalten jährlich eine Bescheinigung über die CO₂-Menge, die durch den Einsatz der speziellen Ultra-Reparaturtechnologie eingespart wird. Dabei kommen die Vor-Ort-Reparatureinrichtungen von Kal Tire zum Einsatz. „Wir haben auch Kunden in Ghana“, ergänzte Tracy Cobb, Kommunikationsdirektorin bei Kal Tire.

Kostenvorteile für Minenbetreiber

Neben den ökologischen Aspekten sind auch die finanziellen Vorteile bedeutend. „Da die Reparaturkosten weit unter dem Preis eines Neureifens liegen, sparen Sie erheblich Geld, bis dieser instand gesetzte Reifen schließlich ausgedient hat“, erläuterte Cobb. Die verlängerte Nutzungsdauer senkt die Gesamtkosten des Reifenbesitzes spürbar.

Ein zentraler Bestandteil des Serviceangebots von Kal Tire ist es, die betreuten Reifen so lange wie möglich funktionsfähig zu halten. Kal Tire verkauft die Reifen dabei nicht selbst. „Dienstleister wie wir dürfen diese extrem großen Reifen nicht immer verkaufen. Die Lieferung erfolgt in der Regel direkt vom Hersteller an den Endkunden. Für uns geht es daher nicht darum, Umsatz durch Reifenverkäufe zu erzielen. Unser Ziel ist es, Mehrwert zu schaffen, indem wir den Betrieb unserer Kunden nachhaltiger gestalten“, so Cobb.

Nachhaltigkeit als strategisches Ziel

Da Bergbauunternehmen ihr Augenmerk zunehmend auf die Emissionen in ihren Lieferketten richten, wird eine verlässliche Messung immer relevanter. Kal Tire ist überzeugt, dass dies entscheidend ist, um den Beitrag zu belegen, den professionelles Reifenmanagement leisten kann. Ziel ist es, Minenbetreiber dabei zu unterstützen, die Lebensdauer ihrer Reifen zu erhöhen, Abfall zu vermeiden und die Umweltbilanz ihrer Reifenlogistik zu verbessern.

„Wir unterstützen die UN-Charta zur Wiederverwendung ausdrücklich und möchten, dass Kunden weniger Reifen verbrauchen. Das ist ein wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeit, die wir in unsere Betriebsabläufe einbringen“, sagte Martin abschließend.

Für die Bergbauindustrie in Afrika und weltweit gewinnt das Thema Nachhaltigkeit stetig an Gewicht. Die ISO-Zertifizierung für verlängerte Reifenlebensdauern gibt Minenbetreibern nun ein standardisiertes Instrument an die Hand, um ihre Umweltbilanz zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu reduzieren. Die Electra Mining Africa, eine der bedeutendsten Bergbaumessen des Kontinents, bietet die ideale Bühne, um diese Innovationen einem breiten Fachpublikum vorzustellen.

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