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Stromausfall in besetztem Cherson nach ukrainischen Drohnenangriffen

Russisch kontrollierte Gebiete der Region Cherson melden vollständige oder teilweise Stromunterbrechungen nach ukrainischen Drohnenangriffen.

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Stromausfall in besetztem Cherson nach ukrainischen Drohnenangriffen

In den von Russland besetzten Teilen der ukrainischen Region Cherson ist die Stromversorgung vollständig oder teilweise ausgefallen. Der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo meldete die Unterbrechungen am frühen Freitag über den Nachrichtendienst Telegram. Betroffen sind Gebiete an der Grenze zur Krim, die seit 2014 von Russland annektiert ist.

Vorausgegangen waren ukrainische Drohnenangriffe, die neben den Stromausfällen auch eine Treibstoffkrise in der Region ausgelöst haben. Die Angriffe belasten die ohnehin angespannte Infrastruktur in den besetzten Gebieten erheblich. Auch in Sewastopol, der größten Stadt auf der Krim, wurde die Stromversorgung eingeschränkt, um eine Überlastung des strapazierten Netzes zu verhindern.

Auswirkungen auf die Krim

Die Folgen der Drohnenangriffe reichen weit über die unmittelbar betroffenen Gebiete hinaus. Der von Russland eingesetzte Gouverneur der Krim, Sergei Aksjonow, ordnete bereits die Aussetzung von Sommerlagern für Kinder an. Darüber hinaus wird die Anzahl der Züge auf die Krim schrittweise reduziert, wie Aksjonow am Donnerstag mitteilte.

Die Krim gilt als beliebtes Sommerreiseziel für russische Touristen, weshalb die Einschränkungen im Zugverkehr besonders schwer wiegen. Die Maßnahmen zeigen, wie stark die Angriffe die Infrastruktur und den Alltag in den besetzten Gebieten beeinträchtigen. Eine Normalisierung der Lage ist derzeit nicht absehbar.

Todesopfer bei Drohnenangriff gemeldet

Aksjonow meldete zudem, dass am Donnerstag eine Person bei einem Drohnenangriff auf der Krim ums Leben gekommen ist. Der Angriff ereignete sich nahe dem Übergang zum russisch kontrollierten Teil der Region Cherson. Weitere Details zu dem Vorfall wurden nicht bekannt gegeben.

Die Entwicklungen verdeutlichen die anhaltende militärische Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland in dieser strategisch wichtigen Region. Die Region Cherson sowie die Krim sind seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 immer wieder Schauplatz militärischer Aktionen. Für die Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten bedeuten die Infrastrukturausfälle eine erhebliche Verschlechterung der Lebensbedingungen.

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