ANZEIGE

Uransektor im Spannungsfeld: Rekordnachfrage trifft auf russische Marktmacht

Der Uranmarkt durchläuft eine fundamentale Neuordnung: Steigende Nachfrage durch den Ausbau der Kernkraft trifft auf ein begrenztes Angebot, während Russland seinen Einfluss auf die globale Förderung massiv ausweiten könnte – für Rohstoffanleger ergeben s

• 3 Min
Uransektor im Spannungsfeld: Rekordnachfrage trifft auf russische Marktmacht

Der internationale Uranhandel durchläuft derzeit eine fundamentale Neuordnung. Während zahlreiche Staaten ihre Atomkraftflotten ausbauen, um Klimaziele zu erreichen und die Energieversorgung unabhängiger zu gestalten, mehren sich die Bedenken hinsichtlich einer übermäßigen Abhängigkeit von Moskau. Eine Untersuchung des Centre for Strategic Advantage (CSA) malt ein besorgniserregendes Zukunftsszenario: Demnach könnte Russland bis zum Jahr 2040 über ein Drittel der globalen Uranproduktion bestimmen.

Die Wiederbelebung der Atomenergie wird von unterschiedlichen Entwicklungen befeuert. Hierzu gehören die Errichtung neuer Meiler, die Verlängerung der Betriebsdauer existierender Kraftwerke sowie die Förderung kleiner modularer Reaktoren (SMRs). Parallel dazu setzen zunehmend mehr Entwicklungsländer in Afrika, im Nahen Osten und in Südostasien auf Kernkraft zur Grundlastversorgung. Dieser Trend sorgt für einen dauerhaften Nachfrageanstieg, während das Angebot infolge jahrelanger Investitionszurückhaltung nach dem Fukushima-Unglück eingeschränkt bleibt.

Marktbeobachter wie Alex Bedwany von Stifel weisen darauf hin, dass die Branche dringend neue Fördermöglichkeiten erschließen muss, um das absehbare Defizit zu kompensieren. Die längerfristigen Preisprognosen von UxC kletterten bereits auf 94 US-Dollar je Pfund – ein deutlicher Indikator für die angespannte Versorgungslage.

Moskaus zunehmende Kontrolle im Uranbereich

Ein wesentliches Risiko stellt die Position Russlands dar. Obwohl das Land 2024 lediglich etwa fünf Prozent des Urans auf dem eigenen Territorium abbaute, hält der Staatskonzern Rosatom über Beteiligungen wie Uranium One beträchtliche Förderrechte in Kasachstan sowie Beteiligungen in Tansania, Namibia und Niger. Der CSA-Bericht warnt, dass Moskau bei vollständiger Nutzung dieser Ressourcen seinen Anteil an den globalen Produktionskapazitäten bis 2040 auf 36 Prozent ausweiten könnte.

Gareth Heywood vom CSA vergleicht diese Entwicklung mit der problematischen Abhängigkeit von russischen Öl- und Gaslieferungen vor 2022. Zwar könnten Handelssanktionen, gesetzliche Anpassungen in Kasachstan und Widerstände gegen russische Engagements in Afrika den Anteil auf etwa 14 Prozent senken, doch bleibt die Prognose unsicher. Ob westliche Länder rechtzeitig gegensteuern können, ist weiterhin offen.

Die Industrie handelt – ist das ausreichend?

Die Branche begegnet der Verknappung mit einer Rückbesinnung auf langlaufende Abnahmeverträge, der Wiederinbetriebnahme geschlossener Minen sowie verstärkten Ausgaben für Explorationsvorhaben. Firmen wie Cameco oder NexGen Energy treiben neue Förderprojekte voran. Sarah Forman von Urenco unterstreicht, dass Regierungen klare Bekenntnisse zur langfristigen Bedeutung der Atomkraft abgeben müssen, um die erforderlichen Investitionen für neue Minen zu aktivieren.

Ein weiterer entscheidender Aspekt ist das sekundäre Angebot. Die strategischen Vorräte, die in der Vergangenheit als Puffer dienten, sind in den letzten Jahren merklich geschrumpft. Dies verschärft den Druck auf die Kassa- und Terminmärkte zusätzlich und lässt die Preise weiter steigen.

Realisierungsrisiken bleiben beträchtlich

Trotz der günstigen Marktaussichten verweisen Fachleute auf erhebliche Umsetzungshürden. Neben den langen Entwicklungszeiten für neue Minen und behördlichen Auflagen könnten Kostenüberschreitungen bei Reaktorbauten, ein Mangel an Fachpersonal sowie politische Wahlzyklen das Wachstum behindern. Der Weg von der Projektankündigung bis zur Aufnahme der Förderung ist langwierig und mit zahlreichen Unwägbarkeiten verbunden.

Während westliche Industrienationen wie die USA, Großbritannien und Frankreich bestrebt sind, ihre Abhängigkeit durch den Aufbau eigener Anreicherungsanlagen zu reduzieren, bleibt die Versorgungssicherheit ein zentrales Thema der internationalen Energiepolitik der nächsten Jahrzehnte. Für Rohstoffanleger in Deutschland, die im Uransektor engagiert sein möchten, ergibt sich daraus: Die Perspektiven sind attraktiv, doch die Risiken – vor allem die geopolitische Dimension – sollten nicht leichtfertig ausgeblendet werden.

UranmarktUranpreisRosatomKernenergieVersorgungssicherheitUranförderungNuklearenergieRohstoffe

Meistgelesene News

  1. Lieferketten in Gefahr: EPC-Canada-Chef sieht massive Sprengstoffrisiken für Minen
  2. Ukraine-Getreidekonflikt: EU-Bauern bremsen geopolitische Ambitionen aus
  3. CleanTech Lithium erwirbt vielversprechende Claims im Salar de Antofalla
  4. Spanish Mountain Gold meldet oberflächennahe Goldfunde aus Machbarkeitsbohrungen
  5. Rohöl über 104 Dollar: Geopolitische Risiken treiben die Preise, Konzerne setzen auf Nahost

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Disclaimer

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation: Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London, SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung: Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze. Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen: Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter. In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten: Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten: Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde: Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.