ANZEIGE

IEA prognostiziert "verlorenes Jahrzehnt" für den globalen Ölmarkt

Die IEA senkt ihre Prognose für die globale Ölnachfrage drastisch: Ein Rückgang um 2,5 Millionen Barrel pro Tag wird erwartet, während die blockierte Straße von Hormus und explodierende Kraftstoffpreise den Markt belasten. Für Rohstoffanleger zeichnet sic

•• 3 Min
IEA prognostiziert "verlorenes Jahrzehnt" für den globalen Ölmarkt

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat eine alarmierende Prognose veröffentlicht: Die weltweite Nachfrage nach Rohöl wird sich im laufenden Jahr um 2,5 Millionen Barrel pro Tag reduzieren – ein wesentlich kräftigerer Rückgang als ursprünglich angenommen. Als Hauptgrund nennen die Analysten die massiv gestiegenen Preise für verarbeitete Treibstoffe, die den Konsum zunehmend bremsen.

Erschwerend kommt eine geopolitische Sackgasse hinzu: Die IEA erwartet nicht länger, dass die Straße von Hormus im Jahr 2026 wieder uneingeschränkt befahrbar sein wird. Da die Gespräche zwischen Washington und Teheran festgefahren seien, bleibe die für den weltweiten Öltransport zentrale Meerenge das gesamte Jahr 2026 über blockiert, gab die Behörde am Freitag bekannt.

Erst im Vormonat war die IEA noch von einem Rückgang der globalen Nachfrage um rund 1,6 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2026 ausgegangen. Damals kalkulierte sie noch mit einer Normalisierung der Transitmengen durch die Straße von Hormus vor Jahresende. Diese Annahme hat sich nun als unzutreffend erwiesen.

Gründe für die Korrektur nach unten

"Die Herabstufung ist in erster Linie auf das festgefahrene Verhandlungsverhältnis zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen, auf die fortwährenden Unterbrechungen der Ausfuhren aus der Golfregion sowie auf die historisch hohen Spritpreise, insbesondere für Diesel, die die Nachfrage zunehmend unter Druck setzen werden", erläuterte die IEA am Freitag.

Die durchschnittliche Ölnachfrage werde sich 2027 lediglich um 2,6 Millionen Barrel pro Tag erholen und damit kaum über dem Wert von 2025 liegen. "Dies würde 2026–27 im Grunde eine verlorene Periode für das Nachfragewachstum bei Öl bedeuten", so die Behörde.

Die Rohölnotierungen reagierten prompt: Die Sorte Brent verteuerte sich im Wochenverlauf um bis zu 14 Prozent und notierte am Freitag bei annähernd 110 US-Dollar je Barrel, dem höchsten Stand seit Mai, ehe sie auf rund 105 US-Dollar nachgab. Auslöser war der sich verschärfende Konflikt zwischen den USA und dem Iran um die Kontrolle der Straße von Hormus.

Hinzu kommt ein Vorstoß der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen auf die Bab-al-Mandab-Straße, die den Zugang zum Roten Meer und zum Suezkanal reguliert. Die Preise für Raffinerieprodukte wie Diesel sind regelrecht explodiert, da die Verarbeitungskapazitäten im Golf durch ukrainische Attacken auf russische Raffinerien beeinträchtigt wurden.

Weitere Preissteigerungen wahrscheinlich

Die IEA geht von einem weiteren Anziehen der Preise für Ölerzeugnisse aus. "Da das Raffineriesystem an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen ist, scheinen die Möglichkeiten begrenzt, eine weitere Verknappung des Angebots und höhere Preise in den nächsten Monaten zu verhindern", mahnte die Agentur in ihrem Report. "Die aktuellen Zahlen liefern eine ernüchternde Bestandsaufnahme."

Höhere Preise für verarbeitete Treibstoffe sollen die Ölnachfrage dämpfen, da preisbewusste Abnehmer ihren Verbrauch reduzieren. Auf der Angebotsseite ging die weltweite Ölförderung im August um 1,6 Millionen Barrel pro Tag auf etwas mehr als 100 Millionen Barrel pro Tag zurück. Mehr als 10 Millionen Barrel pro Tag der Fördermenge aus der Golfregion blieben weiterhin außer Betrieb.

Insgesamt werde das Ölangebot im laufenden Jahr um 5,7 Millionen Barrel pro Tag sinken, so die IEA. "Wobei die erhoffte Erholung der Förderung im Golf nun auf 2027 verschoben wird", erklärte die Behörde.

Ukraine-Konflikt und strategische Reserven

Die "unermüdlichen Angriffe" der Ukraine auf die russische Infrastruktur haben die Gesamtexporte des Landes im August um 410.000 Barrel pro Tag gedrosselt, wodurch sie auf das niedrigste Niveau seit 2018 fielen, so die IEA.

Bis August habe die IEA 320 Millionen Barrel der 400 Millionen Barrel freigegeben, die sie im März ankündigte, als sie mit der größten Freigabe strategischer Ölreserven ihrer Geschichte begann, um Versorgungsängste zu mildern. Das Tempo, mit dem Öl aus den Reserven auf die Weltmärkte gelangt, hat sich jedoch spürbar verlangsamt. Allein im August wurden 20 Millionen Barrel freigegeben, verglichen mit 90 Millionen Barrel im Mai, den aktuellsten IEA-Daten zufolge.

Für Anleger in Rohstoffwerte bedeutet dies: Die Energiepreise dürften auf absehbare Zeit auf hohem Niveau verharren. Das Zusammenspiel aus geopolitischen Risiken, Förderausfällen und einer ausgereizten Raffineriekapazität lässt kaum Raum für eine schnelle Beruhigung an den Ölmärkten – ein Umfeld, das Rohstoffinvestoren genau im Auge behalten sollten.

IEAÖlnachfrageStraße Von HormusBrent-RohölÖlpreisEnergiekriseIran Usa Konflikt

Meistgelesene News

  1. Lieferketten in Gefahr: EPC-Canada-Chef sieht massive Sprengstoffrisiken für Minen
  2. Ukraine-Getreidekonflikt: EU-Bauern bremsen geopolitische Ambitionen aus
  3. CleanTech Lithium erwirbt vielversprechende Claims im Salar de Antofalla
  4. Spanish Mountain Gold meldet oberflächennahe Goldfunde aus Machbarkeitsbohrungen
  5. Rohöl über 104 Dollar: Geopolitische Risiken treiben die Preise, Konzerne setzen auf Nahost

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Disclaimer

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation: Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London, SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung: Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze. Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen: Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter. In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten: Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten: Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde: Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.