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Rekordhitze im August: Globale Temperaturmarke von 1,5 Grad erneut gerissen

Der August 2024 war der wärmste August seit Aufzeichnungsbeginn und erreichte mit 16,96 Grad Celsius den Rekord des Juli 2023. Die globale Erwärmung von 1,65 Grad über dem vorindustriellen Niveau zeigt die fortschreitende Klimakrise, die auch für Rohstoff

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Rekordhitze im August: Globale Temperaturmarke von 1,5 Grad erneut gerissen

Der vergangene August war der heißeste je gemessene achte Monat des Jahres – das meldet der Copernicus-Klimawandeldienst (C3S) der Europäischen Union. Die globale Durchschnittstemperatur kletterte um mehr als 1,5 Grad Celsius über den vorindustriellen Referenzwert. Mit einer mittleren Lufttemperatur von 16,96 Grad Celsius lag der August gleichauf mit dem Juli 2023, der bislang als wärmster Monat in den Annalen galt.

Dies entspricht einer Erwärmung um 1,65 Grad Celsius im Vergleich zum planetaren Mittel des 19. Jahrhunderts – also jener Epoche, bevor die Menschheit begann, Erdöl, Kohle und Erdgas in industriellem Umfang zu nutzen. Die Verbrennung fossiler Energieträger wird von der Wissenschaft als treibende Kraft der Klimaerwärmung identifiziert. Die Messdaten des C3S reichen bis 1940 zurück und werden mit globalen Temperaturaufzeichnungen abgeglichen, die seit 1850 existieren.

Extremwetterphänomene mit globalen Folgen

Der August war weltweit von schweren Naturereignissen und klimainduzierten Katastrophen geprägt. Klimaforscher vermuten, dass die Erderwärmung maßgeblich zu den Erdrutschen und Überschwemmungen beigetragen hat, die in Nepal und der chinesischen Region Tibet hunderte Todesopfer forderten. Die genauen Zusammenhänge werden derzeit noch wissenschaftlich geprüft.

Flächenbrände erstreckten sich von Indonesien über Griechenland bis hin nach Belgien. Parallel dazu kämpften Ungarn und Rumänien mit einer schweren Dürreperiode. Die erhobenen Daten belegen zudem, dass Westeuropa den heißesten je registrierten Sommer durchlebt hat. In zahlreichen Regionen fielen die Pegelstände der Flüsse und die Bodenfeuchtigkeit ungewöhnlich niedrig aus, was die Ängste der Landwirte weiter anheizte. Bereits ab Mai hatten extreme Hitzewellen die landwirtschaftlichen Erträge massiv beeinträchtigt.

Die symbolträchtige 1,5-Grad-Schwelle

Eine Überschreitung der 1,5-Grad-Marke gegenüber dem vorindustriellen Niveau hat besonderes Gewicht. Dieser Wert – gemessen als langjähriger Durchschnitt über mehrere Jahrzehnte – ist jene Grenze, die fast 200 Nationen im Pariser Klimaabkommen von 2015 nicht überschreiten wollten, um die gefährlichsten Konsequenzen der Erderwärmung zu vermeiden.

Der August war der erste Monat seit November 2025, in dem die globale Durchschnittstemperatur die 1,5-Grad-Hürde übertraf. Rein formal hat die Weltgemeinschaft das Pariser Ziel damit noch nicht verfehlt, denn dieses bezieht sich auf einen mehrjährigen Mittelwert – nicht auf temporäre Spitzen. Aktuell liegt die langfristige Erwärmung bei rund 1,4 Grad über den vorindustriellen Werten.

Stimmen aus der Wissenschaft und Perspektiven

Samantha Burgess, strategische Leiterin des European Centre for Medium-Range Weather Forecasts, zog ein ernüchterndes Fazit: „Wir haben in ganz Europa gesehen, wie unzureichend unsere Anpassung ist: Straßen schmelzen, Schienen verformen sich, Schulen müssen schließen, Krankenhäuser sind völlig überlastet, und es gab für diese Jahreszeit noch nie so viele Waldbrände.“

Sie unterstrich den Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung: „Die Erzählung über den Klimawandel hat sich grundlegend verändert: Weg von einem eher vagen Konzept, das irgendwo weit weg stattfindet, hin zu einer Störung unseres alltäglichen Lebens.“

Die Vereinten Nationen hatten vergangene Woche erklärt, dass das 1,5-Grad-Langzeitziel nicht mehr erreichbar sei. Sie appellierten an die Regierungen, die CO2-Emissionen rascher zu senken, um ein deutlicheres Überschreiten der Marke noch zu begrenzen.

Auch die Weltmeere auf Höchststand

Die extreme Hitze beschränkte sich nicht auf die Landmassen. Auch die Ozeane außerhalb der Polargebiete registrierten ihre bislang höchsten Wassertemperaturen für einen einzelnen Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Im tropischen Pazifik wurden die Rekordwerte durch das aufkommende Wetterphänomen El Niño zusätzlich befeuert, das in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter an Intensität gewinnen wird – und die globalen Temperaturen damit weiter nach oben treiben könnte.

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